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15 Jahre Engagement für kirchliches Kino

RECKLINGHAUSEN Rund 200 Zuschauer feierten mit einem Glas Wein anlassgerecht das 15jährige Jubiläum der ökumenischen Filmreihe "Kirche und Kino" im "Cineworld" zusammen mit den Initiator*innen
15 Jahre Engagement für kirchliches Kino

Ehemalige und aktuelle Mitglieder des Arbeitskreises Kirche und Kino im Gespräch: (v.l.n.r.) Ralf Dinand, Marc Gutzeit, Joachim van Eickels, Liesel Kohte, Julia Borries, Michael Kleinschmidt und Kai-Uwe Theweßen.

Entstanden aus der Kooperation zwischen Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, dem Katholischen Kreisdekanat, dem Cineworld und dem Institut für Kino und Filmkultur (IKF) zeigt die Reihe monatlich Filme, die berühren, bewegen und nachdenklich machen. So erfolgreich, dass daraus das alljährlich im März stattfindende Kirchliche Filmfestival Recklinghausen entstanden ist.

Mit „Der Wein und der Wind“ gab es dieses Mal eher unterhaltsame Kost – doch, wie Superintendentin Kathrin Göckenjan bei ihrem Grußwort feststellte, passe er hervorragend in die goldene Oktoberzeit und zum „Dank für die Ernte“ in diesem Monat. Mit Julia Borries ist nun die letzte evangelische Neubesetzung im Arbeitskreis vollzogen worden. Ehemalige evangelische Mitglieder wie Ralf Dinand, Liesel Kohte und Thomas Damm, einer der Mitinitiatoren der Reihe, sind dem Projekt noch treu verbunden.

Einen besonderen Charakter erhalten die Filmvorführungen von „Kirche und Kino“ durch die Einführungen und Erläuterungen des Medienpädagogen Michael Kleinschmidt. Zudem sind die Zuschauer am Ende des Films eingeladen zu diskutieren und zu (hinter-)fragen. „Ich behaupte, das Recklinghäuser Publikum weiß mehr über Film und Kino als anderswo – dank der Arbeit von Michael Kleinschmidt“, so Joachim van Eickels, katholischer Vertreter im Arbeitskreis in seinem Grußwort.

Für die Filmauswahl wird regelmäßig diskutiert und beraten. Alle Mitglieder des Arbeitskreises bringen Filme ein und gemeinsam wird dann eine Auswahl getroffen. Und auch wenn es dabei schon mal heiß hergehen kann: Propst Jürgen Quante verwies auf die gute gelebte Ökumene in diesem Projekt und wünschte dem Arbeitskreis noch viele weitere erfolgreiche Jahre: „Weiter so!"  JB

Weitere Informationen zur Reihe: http://kirchenkreis-re.de/infos/kuk

Christine Hanß ist die neue Geschäftsführerin des KiTa-Verbundes

"Hinter jeder Ecke lauern ein paar Richtungen." (S.J. Lec).
Christine Hanß ist die neue Geschäftsführerin des KiTa-Verbundes

Christine Hanß (Foto: GH)

KIRCHENKREIS – Christine Hanß ist die neue Geschäftsführerin des Verbunds der Tageseinrichtungen für Kinder im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen und tritt damit die Nachfolge von Gudrun Seime an. Ihr Dienstsitz ist das Haus des Evangelischen Kirchenkreises in Recklinghausen.

 

Christine Hanß ist verantwortlich für die Gestaltung der wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Arbeit der Kindertageseinrichtungen im Verbund, für die Personalentwicklung und die konzeptionelle Weiterentwicklung der Arbeit. Bei ihr liegt die Fach- und Dienstaufsicht gegenüber den Mitarbeitenden der Einrichtungen. Sie verhandelt und bespricht auch alle Trägeraufgaben mit den Mitarbeitenden der zuständigen Jugendämter.

 

Die gute Zusammenarbeit der Kindertageseinrichtungen in und mit den jeweiligen Kirchengemeinden ist ihr ein wichtiges Anliegen und ein Teil der wertvollen Arbeit der Kindertageseinrichtungen. Eine regelmäßige Abstimmung und Überprüfung ihrer Arbeit findet mit dem Leitungsausschuss als dem verantwortenden Gremium des Verbundes statt.

 

Für ihren umfangreichen Arbeitsbereich bringt Christine Hanß Erfahrungen aus Einrichtungen wie der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland und der AWO Hagen und Märkischer Kreis mit ein und darüber hinaus ihre Expertise als freiberufliche Supervisorin und Coach. Mit komplexen Situationen und Prozessen ist sie vertraut, dem Erkennen und Verstehen von Problemen und die beteiligungsorientierte Kommunikation der darin angelegten Lösungsansätze gilt ihre Aufmerksamkeit.

 

„Hinter jeder Ecke lauern eine paar Richtungen“ dieser schlaue Satz von Stanislaw Jerzy Lec begleitet sie und gibt ihrer Arbeit immer wieder eine heitere Orientierung. Die Kontaktpflege, ein möglichst guter Informationsaustausch zwischen den Beteiligten und Betroffenen und, wo immer möglich, eine enge Kooperation zwischen den Mitarbeitenden von Kirche und Kommunen zählen für sie zu den Erfolgsfaktoren einer zukunftsfähigen Entwicklung der Kindertageseinrichtungen im Evangelischen Kirchenkreis.

 

Kontakt: Haus des Kirchenkreises, Limperstr. 15, 45657 Recklinghausen, Telefon: 02361 206-100, Email: christine.hanss@kk-ekvw.de GH

Das Ende des arabischen Traums? - Ehemaliger ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg berichtete in Waltrop

Von der gegenwärtigen arabischen Welt zeichnete Ossenberg, der privat auch in Kairo lebt, ein düsteres, deprimierendes Bild.
Das Ende des arabischen Traums? - Ehemaliger ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg berichtete in Waltrop

(v.r.:), Marianne Kappelhoff, Detlef Pflaumenbaum, Anne Krause, Pfarrer Ulrich Lammers, Dietmar Ossenberg, Michael-Clemens Schmale (Leiter der VHS)

WALTROP – Es sei für ihn eine sentimental journey, bekannte der im Jahr 1950 in Recklinghausen geborene und in Rheine zur Schule gegangene ehemalige ZDF-Korrespondent und Autor Dietmar Ossenberg zu Beginn seines Vortrages im Waltroper Freitagsforum. Er kenne auch das Henrichenburger Schiffshebewerk in der Nähe von früher. „Es ist ein sehr schönes Stück Deutschland hier“. Er habe großen Respekt vor den vielen Leuten, die in der Flüchtlingshilfe engagiert sind. Ihm seien die Probleme und die harten Diskussionen darum bekannt. Er kenne aber auch die andere Seite.

 

Von der arabischen Welt zeichnete Ossenberg, der zeitweise privat in Kairo lebt, ein düsteres, deprimierendes Bild. Diese „prächtige Kulturlandschaft“ befände sich kurz vor ihrer Auflösung - mit unabsehbaren Folgen für Europa und auch Deutschland. Er berichtete von Aleppo, das inzwischen aus den Schlagzeilen ist, von Bekatal, der syrischen Kornkammer, in der die Hisbollah Haschisch anbaut und Polizei und Militär die Drogenbauern beschützt. Vom Libanon, der mit den 1,6 Millionen Flüchtlingen ein sehr gutes Geschäft macht, von Familien in Wellblechhütten, für die der Staat im Monat 200 Dollar für die Pacht verlangt, von Kindern, die in Rauschgiftplantagen arbeiten, von Töchtern die sich prostituieren und von Söhnen, die als Kämpfer ausgebildet werden.

 

Von arabischer Solidarität gegenüber den Flüchtlingen sei nichts zu sehen, sagte Ossenberg, Saudi-Arabien und Dubai hätten keinen einzigen Flüchtling aufgenommen. Es sei einfach ein gutes Geschäft für korrupte Regierungen. Im Irak kämpften Sunniten um Öl, der Jemen versinke im Chaos, der Libanon stehe „auf der Kippe“, der Assad-Clan werde große Teile des Landes weiter beherrschen.

 

Auch Ägypten, lange Zeit ein Hort der Stabilität, habe sich unter den Muslimbrüdern dramatisch verändert: Armut, Bildungsnotstand, Polizeiterror und allumfassende Korruption prägten das Leben. Mohammed Mursi wolle das Land islamisieren und habe die neuen Geschichtsbücher, aus denen Ramses und Tut-ench-Amun gestrichen seien, bereits in Druck gegeben. Noch nie seien ägyptische Gefängnisse so voll gewesen. Hunderte Websites wurden gesperrt. Es werde neuer Hass und neuer Terror gezüchtet. Sein ägyptischer Kameramann sei in Tränen ausgebrochen: „Ägypten wird wie Afghanistan!“

 

„Wir im Westen“ flüchteten uns angesichts der realen Gefahr, dass durch demokratische Wahlen Islamisten an die Macht kommen, zunehmend in Konjunktive, konstatierte Ossenberg. Amerika liefere Waffen in Milliardenhöhe, Trump begründe dies mit dem Kampf gegen den Terror. Doch „wir“ dürften nicht die Augen vor den Realitäten verschließen, dass im Namen des Koran und des Propheten Mohammed die Kriege geführt würden. „Wir sind dieser Diskussion in Deutschland nicht gewachsen“, sagte Ossenberg.

 

Auch die islamische Welt käme mit der Frage, ob der Islam nun eine friedfertige Religion sei, nicht zurecht. Die Schiiten, die sich auf die Blutlinie Alis, des Cousins von Mohammed, berufen, gehörten aus Sicht der Sunniten, der zweitgrößten Konfession des Islam, zu den Ungläubigen,. Das Wahhabitische System nehme für sich in Anspruch, den Koran richtig auszulegen, es biete für vieles, ja sogar für alles Interpretationsmöglichkeiten. Der Islam befinde sich in einer Legitimationskrise angesichts der Grundsatzfrage, ob diese Religion für das Leben oder für das Töten stehe, bilanzierte Ossenberg.  Doch mit Religion habe das alles nichts zu tun: schon der 30jährige Krieg habe gezeigt, dass es darum ging, sehr weltliche Interessen durchzusetzen. „Dabei geht es um Macht und so viel Geld, dass es unser Vorstellungsvermögen sprengt.“

 

Der Orient kranke an den Folgen des Missbrauchs der Religion, der dem Menschen jede Orientierung raube und unter einer Korruption und Erpressung, die alle demokratischen Strukturen auf den Kopf stelle. In Syrien habe der Assad-Clan alle Geschäftsbereiche unter Kontrolle, im Libanen die Clanführer, die sogar über Hochzeiten entschieden.

 

Was er vor drei Jahren in der südjemenitischen Stadt Aden nachts um drei gesehen habe, gehöre mit zum Absurdesten, was er bisher erlebt habe, so Ossenberg: „Laute Diskomusik, Wodkaflaschen auf den Tischen, viele junge Damen, es wurde getanzt und gelacht. Alle jungen Frauen trugen Schleier und schwarze Handschuhe und verdingten sich als Prostituierte. Videoaufnahmen wurden verhindert, damit die Doppelmoral und Heuchelei nicht publik wird. Prinzen schmuggeln teuren Whiskey aus Europa. Um die Bigotterie zu verdecken, zahlt man Schutzgelder an paramilitärische Einheiten, die das Ganze in Gang halten - eine Steilvorlage für die Islamisten.“

 

Auf der Ebene der Hochkultur sei der Zerfall des Orients ebenfalls deutlich zu spüren, erzählte Ossenberg. „Von Zeit zu Zeit gehe ich ins Opernhaus von Kairo. Dort habe ich auch eine Aufführung der ‚Lustigen Witwe‘ gesehen. Und auch das Ballett ‚Al Andalus‘ über das Ende des Kalifats 1492. Die Vertreibung der Muslime aus Spanien ist in unserem Geschichtsbuch so gut wie nicht vorhanden. Für die arabische Welt steht dies aber dafür, welche exponierte Rolle die arabische Kultur in Europa hatte, nämlich den arabischen Traum von Andalusien.“

 

Schuld am Niedergang der arabischen Kultur sei in erster Linie der eigene Verrat an den ursprünglichen islamischen Werten, sagte Ossenberg. Die ungläubige Kultur der westlichen Welt bilde weiterhin die Mustervorlage für den Islamismus. Der Islamische Staat (IS) sei bis heute nicht nur eine Terrormiliz, sondern eine hochkomplexe, militärisch geführte Formation, für die die gesamte sunnitische Gesellschaft in den Untergrund gegangen sei. Die älteste Tochter Saddam Husseins Raghad finanziere von ihrem Exil in Jordanien aus den IS, sie habe mit Religion nichts am Hut. Der IS bekämpfe die gemäßigten Rebellen, die Hussein fürchtete, nach dem bekannten Grundsatz Napoleons: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund.“

 

Die Idee des amerikanischen Außenministers, den Islamismus als Waffe gegen den Sozialismus einzusetzen, habe die Auflösungsprozesse verstärkt.Was hatte der amerikanische Präsident Obama in Kairo nicht alles versprochen, welche Hoffnung hat er geweckt - und was ist daraus geworden?“, fragte Ossenberg. Der Westen habe die arabische Welt mit Waffen überschwemmt. Allein Deutschland habe in den Jahren zwischen 2001 und 2015 Waffen im Wert von rund 15 Milliarden Euro exportiert, dafür seien Tausende Jobs geschaffen worden.

 

Für die Auflösung der arabischen Welt seien die arabischen Regime zum großen Teil mit verantwortlich. Das Schicksal des Einzelnen gelte den Mächtigen dort fast nichts. Die jungen Leute, speziell auch die gut ausgebildeten, fänden keine Jobs. Am Beispiel des Tahir-Platzes in Kairo, einst Symbol für Freiheit und Demokratie, nach den jüngsten Massenvergewaltigungen aber nun ein Ort des Schreckens, erklärte Ossenberg: „Fast an jeder Ecke gibt es dort ein Erotik-Geschäft. Diese scheinbare sexuelle Freizügigkeit gilt aber nur für Verheiratete. Vor der Heirat haben junge Leute keine Chance, eigene Kontakte aufnehmen zu können.“

 

Wie hier sei es im Grunde auch in den meisten arabischen Ländern, stellte Ossenberg fest, in denen die Menschen Zukunftsperspektiven vermissten, weil die Mächtigen es versäumt hätten, einen Übergang zur modernen Welt zu schaffen. Würden heute die europäischen Grenzen geöffnet, würden viele Menschen sofort ihr Land verlassen wegen der offenen Kultur.

 

Die anschließende Diskussion im Haus der Begegnung zeigte, dass Ossenbergs Thema nicht nur einige vor Ort Kundige und darüber hinaus politisch hoch Interessierte im Publikum ansprach. Seine grundlegend pessimistische Sicht über die Entwicklung im Orient wollten allerdings nicht alle teilen, ihnen entgegnete er: „Ich finde es unfair, mit einem Schimmer Hoffnung die Leute nach so einem Vortrag zu entlassen."

 

Allerdings auch mit Ausnahmen: In Syrien etwa sehe er inzwischen Potential, dieses Land wieder aufzubauen. Doch insgesamt bliebe nur eines: die humanitäre Unterstützung in der Not. Die Deutsche Entwicklungshilfe leiste hier einen faszinierenden, unerlässlichen Beitrag, den angesichts der Größenordnung niemand sonst leisten könne.

 

Angesichts all des erlebten Elends und Verfalls zeigte sich im persönlichen Abschlussvotum Ossenbergs dann doch noch so etwas wie ein kleiner Hoffnungsschimmer, der sich an der Frage entzündete, warum er denn eigentlich immer noch in Kairo wohne: „Ich lebe dort, weil das für mich Faszinierende dort ist, wie die Menschen mit den Problemen umgehen. Teilweise mit einem riesigen Humor und einer Warmherzigkeit gegenüber Fremden, dass ich dort manchmal ein intensiveres Leben lebe als hier in Deutschland. Die Menschen dort können nicht trennen zwischen arm und reich, Tod und Leben. Es sind die Menschen, die mein Leben reicher machen.“ GH

„Singt ein neues Lied“ - Gottesdienstangebote am Abend des Reformationstages

REFORMATIONSGEDENKEN IM KIRCHENKREIS – Neben dem gemeinsamen Gottesdienst am Vormittag des Reformationstages am 31. Oktober in der Christuskirche in Recklinghausen um 11 Uhr finden in vielen Gemeinden am Abend noch weitere besondere Gottesdienste zum Reformationsgedenken statt.
„Singt ein neues Lied“ -  Gottesdienstangebote am Abend des Reformationstages

BibleFace in der Dreifaltigkeitskirche in Marl

Unter der Überschrift „Singt ein neues Lied“ gibt es am 31. Oktober um 18 Uhr ein Reformationsgottesdienst im Theater in Marl. Pfarrerin Kirsten Winzbeck, Pfarrer Heiner Innig von den katholischen Gemeinden und Pastor Gert Höhne von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Friedenskirche thematisieren die Heilung von Verletzungen und das Aufeinander zugehen der Konfessionen. Es geht um Kirchensteuern und Zölibat, um Frauen, Amt und Kirche. Persönliche Statements, im Film festgehalten und live vorgetragen, thematisieren den eigenen Bezug zur Reformation.

 

Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst durch den Posaunenchor unter der Leitung von Martin Rommelfanger und den Gospel-Projektchor unter der Leitung von Andrea Kittel. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle in die nahe gelegene Dreifaltigkeitskirche bei einem Imbiss zu einem Empfang eingeladen. Dort haben Pfarrer Dr. Hans Hubbertz, Pfarrer Gert Hofmann und IT-Spezialist Oliver Hermanns vom Kirchenkreis das interaktive Multi-Media-Projekt „BibleFace“ aufgebaut, mit der Möglichkeit, eigene Selfies mit einem Bibelvers zu visualisieren und darüber ins Gespräch zu kommen.

 

Auch in Herten wird der gemeinsame Abendgottesdienst aller Hertener Gemeinden um 18 Uhr in der Erlöserkirche an der Ewaldstraße ökumenisch ausgerichtet sein. Musikalisch wird er vom Bläserkreis „Emscherblech“ und dem Gospelchor der Erlöserkirche unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Elke Cernysev gestaltet. Nach dem Gottesdienst wird zu einem Beisammensein in der Kirche und unter Zelten auf dem Kirchenvorplatz eingeladen. In Recklinghausen-Ost gibt es um 18 Uhr einen zentralen Gottesdienst mit Posaunen in der Johanneskirche an der Hinsbergstraße. Anschließend lädt die Gemeinde zu einem Mitarbeitendenfest in das Oberlinhaus ein.

 

Bereits um 17 Uhr lädt die Evangelische Kirchengemeinde Haltern zu einem Festgottesdienst unter dem landeskirchlichen Motto „Einfach frei“ zu einem Gottesdienst in die Erlöserkirche am Hennewiger Weg ein. Im Gottesdienst wird das Thema aufgegriffen und die Frage nach der Freiheit durch Christus in den Mittelpunkt gestellt. Im Anschluss gibt es bei einem kleinen Empfang im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus mit Essen und Trinken einen kleinen Rückblick auf das Reformationsjahr in Haltern am See.

 

Mit einem Gottesdienst um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Josef an der Otto-Hue-Straße hat das Reformationsgedenken in Oer-Erkenschwick einen besonderen ökumenischen Akzent. Neben katholischen und evangelischen Pfarrern wirken die Ökumenische Chorgemeinschaft unter Leitung von Kirchenmusiker Michael Schulze und der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde unter Leitung von Uwe Schmidt mit. Auch hier wird nach dem Gottesdienst zu einem Beisammensein eingeladen.

 

Das sind einige Angebote von Gottesdiensten am Abend des Reformationstages. Das Angebot Ihrer Kirchengemeinde finden Sie im Gemeindebrief, auf der Internetseite und in der Tageszeitung. Und wer abends noch Lust auf ein besonderes musikalisches Erlebnis hat und bei den zahlreichen Aufführungen nicht dabei gewesen ist, kann im ZDF um 22 Uhr das Pop-Oratorium „Luther“ aus der Feder von Michael Kunze und Dieter Falk mit Symphonie-Orchester, Rockband und Musicalstars in einer Aufzeichnung aus der Mercedes-Benz-Arena in Berlin mit über 4.000 Sängerinnen und Sängern erleben. (uka)

BESONDERER GOTTESDIENST am Sonntag, 15. Oktober um 10 Uhr in der Christuskirche, Limperstr. 13

Über das bekannte und prägende Bildnis "Martin Luther als Prediger" von Lucas Cranach meditiert im Predigtgottesdienst am kommenden Sonntag Pfarrer Eugen Soika.
BESONDERER GOTTESDIENST am Sonntag, 15. Oktober um 10 Uhr in der Christuskirche, Limperstr. 13

Portal der Christuskirche, Limperstr. 13, Recklinghausen

Es ist wohl dieses Bild von Martin Luther, das die meisten kennen. Aber sah Luther wirklich so aus? Was mag er selbst zu diesem Bild gesagt haben, als der Maler damit fertig war? Was würde Luther zu seinen vielen Bildnissen sagen, die in den letzten 500 Jahren entstanden sind? Und wie hätten sich die Ansichten über Luther geändert, wenn Albrecht Dürer Luther portraitiert hätte, wie er es vorhatte?

Ein Bild - viele Fragen: An Person, Werk und Wirkungsgeschichte von Martin Luther haben sich die verschiedensten Künstler abgearbeitet und profiliert, ihn als Projektionsfläche ihrer eigenen Vorstellungen ge- und mißbraucht - bis heute. Da sind Zweifel über einlinige Betrachtungen wohl berechtigt. Man darf gespannt sein ...

 

VERNISSAGE: Luther im Visier der Bilder - Projektion und Selbstverständnis

RECKLINGHAUSEN – Wer heute an Martin Luther (1483-1546) als das Gesicht der Reformation denkt, hat meist ein bestimmtes Bildnis von ihm im Kopf. Die Ausstellung „Luther im Visier der Bilder“ von Professor Dr. Albrecht Geck, Leiter des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen (IKZG-RE), zeigt jedoch eine erstaunliche Vielfalt der Bildnisse von Luther aus 500 Jahren.
VERNISSAGE: Luther im Visier der Bilder - Projektion und Selbstverständnis

Prof. Dr. Albrecht Geck, Superintendentin Katrin Göckenjan und Bürgermeister Christoph Tesche (v.r.) inmitten der Luther-Ausstellung mit einem eigens für diese Ausstellung neu gemalten Lutherbild von Marc Taschowsky (geb. 1972)

Es gibt nicht das eine richtige Bild des Reformators, es gibt viele: „Luther als milde lächelnder Pietist, als skeptisch blickender Aufklärer, als romantisches Genie, als visionärer Monarchist, als Glaubensheld, Prediger, Ketzer, Freiheitskämpfer - aber auch als ‚Nationalsozialist‘. Erkennbar wird die Geschichte einer Nation im Spiegel der Bildnisgeschichte eines Individuums“, schreibt Professor Dr. Geck in seinem dem Katalog, der zur Ausstellung erschienen ist. Die Person Martin Luther, mit der alles begann, war und ist bis heute auch eine Projektionsfläche für das Selbstverständnis derer, die sich auf ihn beziehen. Ein Bildnis allein bleibt trügerisch, es kann einen selbst und andere sogar in die Irre führen. Jeder Künstler, der sich daran in den letzten 500 Jahren versucht hat, erzählt auf seine Weise und im Gewand von Kupferstich, Stahlstich, Radierung, Lithographie, Objekt oder Druck auch etwas von seinem individuellen Selbstverständnis, das sich in Auseinandersetzung mit der Person Martin Luthers geschärft und profiliert hat. Die Lutherbildnisse, die Geck auf Einladung des Stadtarchivleiters Dr. Matthias Kordes im Institut für Stadtgeschichte an der Hohenzollernstraße 12 vom 8. Oktober 2017 bis zum 20. Januar 2018 zeigt, sind nur ein kleiner, aber aussagekräftiger Teil der seit 1992 im IKZG-RE gesammelten Schätze. Er ist ein Spiegel der Kirchen- und Kulturgeschichte mit sich teils ergänzenden, teils einander widersprechenden Deutungen von Person, Werk und Wirkung Luthers bis heute. Von der „Herausforderung, sich mit Luther näher auseinanderzusetzen “ sprach daher Bürgermeister Christopher Tesche zur Eröffnung der Ausstellung, von einer „eindrucksvollen Seh- und Denkschule“ die Superintendentin des Ev. Kirchenkreises Recklinghausen Katrin Göckenjan in ihrem Grußwort an die rund 130 Gäste, von denen einige eine weite Anreise hatten. Die Ausstellung ist ab sofort für die Öffentlichkeit zu den üblichen Öffnungszeiten zugänglich. Schulklassen und größere Gruppen werden gebeten, sich im Institut für Stadtgeschichte, Hohenzollernstr. 12, unter der Telefonnummer 02361-50-1902 anzumelden. GH

Vernissage: Luther im Visier der Bilder - Ausstellungseröffnung am 8. Oktober um 17 Uhr im Institut für Stadtgeschichte Recklinghausen, Hohenzollernstr. 12

KIRCHENKREIS - Diese Ausstellung ist einzigartig: Mit großem Aufwand zeigt Prof. Dr. Albrecht Geck originale Lutherbildnisse aus fünf Jahrhunderten aus der Sammlung des Instituts - hier eines von Mueller-Stahl. "Erkennbar wird die Geschichte einer Nation im Spiegel der Bildnisgeschichte eines Individuums", kommentiert Geck. Das verspricht spannend zu werden. Der Eintritt ist frei.
Vernissage: Luther im Visier der Bilder - Ausstellungseröffnung am 8. Oktober um 17 Uhr im Institut für Stadtgeschichte Recklinghausen, Hohenzollernstr. 12

© Armin Mueller-Stahl, Farblithographie, 2014 (Luthersammlung des IKZG-RE)

Martin Luther (1483-1546) gehört zu den am häufigsten porträtierten Personen westlicher Kirchen- und Kulturgeschichte: Von Lucas Cranach d.Ä., der Luther als Mönch, als Doktor der Theologie, als Kirchenvater, als Ehemann usw. darstellte, bis zum Luther der Gegenwart, die ihn als mediales Icon, als großen Kommunikator oder als Werbe-Ikone versteht.

Dazwischen liegen Lutherbildnisse aus allen Epochen: Luther als milde lächelnder Pietist, als skeptisch blickender Aufklärer, als romantisches Genie oder als visionärer Monarchist. Luther als Glaubensheld, als Prediger und als Ketzer, als Freiheitskämpfer, aber auch als „Nationalsozialist“. Erkennbar wird die Geschichte einer Nation im Spiegel der Bildnisgeschichte eines Individuums. Und welches ist das für die Gegenwart typische „Lutherbild(nis)“?

Außerhalb der Luthergedenkstätten in Wittenberg, Eisleben etc. ist diese Ausstellung sicherlich ganz einmalig, sowohl konzeptionell als auch von ihrem gezeigten Material her. Denn es handelt sich ausschließlich um originale Drucke aus der Zeit seit dem 16. Jahrhundert. Die Ausstellung ist gut geeignet für Schulklassen und Gemeindegruppen etc. Das Gesehene lässt sich anhand eines Katalogs nacharbeiten.

Zur Eröffnung der Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte Recklinghausen am 8. Oktober 2017 um 17 Uhr laden wir herzlich ein.

Prof. Dr. Albrecht Geck (Leiter des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen (IKZG-RE))  und  Dr. Matthias Kordes (Leiter des Instituts für Stadtgeschichte / Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen)



„Ein fest Burg“ - Konzert: „Swinging Brass“ in der Philipp-Nicolai-Kirche in Recklinghausen

HERTEN – Freunde moderner Bläsermusik sollten sich den 15. Oktober 2017 vormerken. Dann gibt die Formation „Swinging Brass“ im Reformationsjubiläumsjahr ein Konzert in der Philipp-Nicolai-Kirche in Recklinghausen. Die von Uwe Schmidt vor mehr als 20 Jahren gegründete Kombination aus Bläsern und Bandbegleitung erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Viele Gründungsmitglieder wirken immer noch mit.
„Ein fest Burg“ - Konzert: „Swinging Brass“ in der Philipp-Nicolai-Kirche in Recklinghausen

Die Bigband „Swinging Brass“ beim Konzert in der Erlöserkirche in Herten.

Beim Konzert erwartet die Besucherinnen und Besucher unter der musikalischen Leitung von Danny Sebastian Neumann eine große musikalische Bandbreite. Zu hören ist ein bunter Mix aus verschiedenen Stilen und Themen. Es werden Klassiker des Swing, Gospels in Bigband-Arrangements und ruhige Pop-Arrangements zu kirchlichen Liedern geboten. Klassische Choräle klingen überarbeitet im neuen Gewand und geben dem Programm eine große Vielfalt.

 

Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

Text: uka/ Foto (Archiv): Norbert Getschmann

Freiheit im Fadenkreuz - Vortrag und Gespräch in der Friedenskirche in Herten-Disteln am Dienstag, den 17. Oktober, ab 19 Uhr

HERTEN „Wovor fürchten sich die Bundesbürger eigentlich am meisten? Es ist nicht die Angst vor Krankheit, vor Arbeitslosigkeit oder vor dem Zerbrechen der Partnerschaft. Private Sorgen treten eher in den Hintergrund. Das, wovor sich die Deutsche am meisten fürchten, ist der Terrorismus. Mit 73 Prozent rangiert diese Angst in dem seit 1991 jährlich erfassten Ranking erstmals auf Platz eins. " So konstatiert Katharina Klöcker, Juniorprofessorin für theologische Ethik an der Ruhruniversität in Bochum, in ihrem aktuellen Buch „Freiheit im Fadenkreuz“.
Freiheit im Fadenkreuz - Vortrag und Gespräch in der Friedenskirche in Herten-Disteln am Dienstag, den 17. Oktober, ab 19 Uhr

Sicherheit?

Mit ihr und Holger Haufmann, Direktionsleiter „Kriminalität“ in der Kreispolizeibehörde Recklinghausen, möchten die Veranstalter am Dienstag, den 17. Oktober, ab 19 Uhr diskutieren. Denn die Bekämpfung von Terror ist eine neu dazu gekommene Aufgabe für die Polizei – und wirft manche schwierigen Fragen auf:· Was bedeutet ein möglicher Einsatz bei einer Terrortat – mit höchster Gefahr für das eigene Leben und das der miteingesetzten Polizistinnen? An welche Grenzen führt ein solcher Einsatz unsere Polizeibeamtinnen und - beamten? 
 
Eine Kooperationsveranstaltung der Polizeiseelsorge Recklinghausen und der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis. 
 
Datum: Dienstag, 17. Oktober 2017 - 19.00 Uhr
Ort: Friedenskirche Herten-Disteln, Kaiserstraße 167 - 45699 Herten
 

17. Abrahamsfest startet am 17. September

Umfangreiches Programm zum Thema "Umbrüche - Aufbrüche"
17. Abrahamsfest startet am 17. September

17. Abrahamsfest

MARL / RECKLINGHAUSEN – Mit einem Konzert in der Synagoge in Recklinghausen (Am Polizeipräsidium 1) startet das 17. Abrahamsfest am 17. September um 17 Uhr. Schirmherrin ist Christel Neudeck aus Troisdorf bei Bonn. Sie selber wird am 11. Oktober um 19.30 Uhr in St. Pius in Marl-Brassert sprechen zum Thema „Unser leben in Umbrüchen und Aufbrüchen – Rupert und Christel Neudeck durch-dick-und-dünn“. Dazu gibt es ein kulturelles Begleitprogramm. Das Auftaktkonzert wird von verschiedenen Chören gestaltet: dem Vokalensemble der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, dem Bochum St. Kyrill und Method-Chor, dem Ökumenischen Projektchor Marl und dem Islamischen Ilahi-Projektchor aus Moscheen in Marl. Anschließend besteht am koscheren Buffet die Möglichkeit zu Gesprächen. Am 8. Oktober wird um 15 Uhr zu einem Familiennachmittag in der Fatih-Moschee am Bachackerweg 197 in Marl-Hamm mit Kurzfilmen, Bühnenauftritten und essen und trinken eingeladen. „Aufbrüche – Komparative Theologie. Impulse für den Dialog der Religionen“ ist das Thema am Dienstag, den 19. September 2017 um 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Kulturen an der Römerstraße in Marl-Hüls.
 

Prof. Dr. Klaus von Stosch von der Universität Paderborn wird an dem Abend einen Weg zum interreligiösen Dialog aufzeigen, der von gegenseitigem Respekt geprägt ist und bei dem die andere Religion wie auch die eigene jeweils wertgeschätzt und nicht relativiert wird. Der Eintritt ist frei. Auch für Jugendliche gibt es wieder verschiedene Programmpunkte wie der beliebte Treff zu Pizza und Filmen freitags um fünf: am 15. September um 17 Uhr beim Verein Friedensweg e.V., Wiesenstr. 22 in Marl-Drewer, am 21. Oktober (Samstag) in der Kuba-Moschee, Sickingstr. 40 in Marl-Hüls und am 3. November im Ernst-Reuter-Haus am Sperberweg 5 in Marl-Hamm. Vom 7. bis 9. November finden im Abrahamshaus an der Karl-Liebknecht-Str. 10 in Marl-Drewer unter der Überschrift „Wie Juden, Christen, Muslime leben und feiern“ kreative Rollenspiele mit 6 Schulen statt.

Veranstalter des Abrahamsfestes ist die Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl (CIAG) in Kooperation mit den Kirchen und Moscheen in Marl, der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat Marl und der Stadt Marl. Dazu kommen weitere 60 lokale, regionale und bundesweite Kooperationspartner. HD/esm - Pfarrer i.R. Hartmut Dreier, CIAG Marl

Familien als Schwerpunkt - Die Evangelische Akademie Recklinghausen will neue Wege gehen.

RECKLINGHAUSEN. Ab dem kommenden Jahr sollen die Veranstaltungen jeweils unter einem thematischen Schwerpunkt stehen, 2018 lautet er: Familie. Deshalb stellten Vorstandsmitglieder das aktuelle Programm bei TummyTime, einem Fachgeschäft für Kinder- und Umstandsmoden, in der Recklinghäuser Altstadt vor.
Familien als Schwerpunkt  - Die Evangelische Akademie Recklinghausen will neue Wege gehen.

Wolfgang Pantförder, Sabine Iseringhausen, Christian Siebold, Dr. Albrecht Willert, Liesel Kohte (v.l.n.r.)

Der Vorsitzende, Pfarrer Christian Siebold, freut sich darüber, dass die Arbeit des Vorstands jetzt auf vielen Schultern ruht: Neben den Vorstandsmitgliedern, zu denen noch Julia Borries, Dr. Klaus Dietel, Liesel Kothe, Wolfgang Pantförder, Sven Schlüter und Dr. Ulrich Spies gehören, sind drei ständige Gäste bei den Sitzungen dabei: Sabine Iseringhausen, Petra Masuch-Thies und Dr. Albrecht Willert.
Letzterer setzt mit einem dreitägigen Abendseminar zum Thema „Glauben und Denken“ einen Schwerpunkt im aktuellen Programm, dessen Veranstaltungen am 17. September beginnen. Das Seminar (5., 12. und 19. Oktober, 19.30 Uhr im Gemeindehaus Limperstraße 15) soll das Bewusstsein für die protestantische Identität schärfen und die Fähigkeit vermitteln, über den eigenen Glauben Auskunft geben zu können, nicht zuletzt im interreligiösen Dialog.
„Eine solche Seminarform hatten wir länger nicht im Programm der Akademie“, sagte Christian Siebold bei der Vorstellung des neuen Programms, das vom gemeinsamen Ohrwurmsingen und eine Lesung über ein Konzert mit der Gruppe Daybreak bis zu Vorträgen zu Themenbereichen wie Trauer, Traumatisierung und Flucht, Humor in der Sterbebegleitung und Seelsorge bei Demenz ein breites Spektrum abdeckt.
Auch Martin Luther ist zum Abschluss des Jahres des Reformationsjubiläums noch einmal Thema: Bildlichen Darstellungen des Reformators über fünf Jahrhunderte ist eine Ausstellung gewidmet, die am 8. Oktober um 17 Uhr im Institut für Stadtgeschichte (Stadt- und Vestisches Archiv, Hohenzollernstr. 12) von Prof. Albrecht Geck eröffnet wird. Am 17. September präsentiert er außerdem die Herborner Piscator-Bibel.

Text/Bild: JW

Ökumenisches Fest in Bochum

BOCHUM Am 16. September 2017 feiern die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gemeinsam ein Ökumenisches Fest in Bochum, das sich das Leitwort "Wie im Himmel so auf Erden" gewählt hat. Ziel ist, der Verbundenheit im Glauben und im Engagement Ausdruck zu verleihen. Veranstaltungsort wird der RuhrCongress, Stadionring 20, 44791 Bochum sein. Ein Anmeldung ist erforderlich.

Besucherinnen und Besucher erwartet ein Rahmenprogramm, das mit einem ökumenischen Schlussgottesdienst abschliesst.

Im RuhrCongress, Bochum:

10.00 Uhr Begrüßung

Prof. Dr. Christina Aus der Au, Präsidentin Deutscher Ev. Kirchentag
Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident Zentralkomitee der deutschen Katholiken

10.15 Uhr Eröffnungsgebet

Präses Annette Kurschus, Evangelische Kirche von Westfalen
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Bistum Essen

10.30 Uhr Grußwort
Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Bochum 

10.35 Uhr Podium mit Impulsvortrag

„Den Himmel erden - Christsein im öffentlichen Raum“

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, Berlin
Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der EKD, Hannover
Pater Oliver Potschien, Leiter des Sozialpastoralen Zentrums an St. Peter, Duisburg
Tim-Oliver Kurzbach, Oberbürgermeister der Stadt Solingen
Moderation: Dr. Claudia Nothelle, Berlin 

12.00-14.00 Uhr Mittagspause mit Imbiss 

An verschiedenen Veranstaltungsorten in der Bochumer Innenstadt:

14.00-15.30 Uhr thematische, interaktive, kulturelle und ökumenische Treffpunkte

Bühne vor dem Deutschen Bergbaumuseum:

Ab 15.30 Uhr Vorprogramm

16.30-18.00 Uhr Ökumenischer Schlussgottesdienst


 

Text/Red: hh

"Umbrüche - Aufbrüche" - 17. Abrahamsfest läuft vom 17. September bis 12. Dezember 2017

KIRCHENKREIS Unter der Schirmherrschaft von Christel Neudeck findet zum siebzehnten Mal das Abrahamsfest in Marl statt. Der Auftakt am Sonntag, dem 17. September 2017, beginnt mit einem Konzert in der Synagoge Recklinghausen, Am Polizeipräsidium.
"Umbrüche - Aufbrüche" - 17. Abrahamsfest läuft vom 17. September bis 12. Dezember 2017

Plakat zum 17. Abrahamsfest

In ihrer Ankündigung schreiben die Veranstalter zu weiteren Details:

Es folgen bis zum Gastmahl im Rathaus Marl am Dienstag, dem  12. Dezember 2017, 18 Uhr zweiundzwanzig Veranstaltungen, Aktionen und Workshops mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und allen Generationen. Zusätzlich behandeln 5 Projekte wichtige Themen mit vielen weiteren Terminen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden sind Heranwachsende!  

Seit dem 1. Abrahamasfest Marl im Herbst 2001 gilt als Zielsetzung: „Begegnungen. Frieden in der Stadt. Stadt ohne Rassismus“.

Schirmfrau des 17. Abrahamsfestes: Christel Neudeck (Troisdorf  bei Bonn-Köln) – Staatspreisträgerin NRW zusammen mit ihrem im Mai 2016 verstorbenen Ehemann Rupert Neudeck. Sie wird  am 11. Okt. 2017, 19.30 Uhr  im Rahmen des Abrahamsfestes in Marl sprechen.

Das Gesamtthema dieses 17. Abrahamsfestes lautet: „Umbrüche, Aufbrüche“.  In Zeiten von Abschottungen, Mauern auch in Köpfen, sog. "Kampf der Kulturen" (in Wirklichkeit: Kämpfe zwischen Extremisten, die Kulturen und Religionen missbrauchen) , barbarischen Terroranschlägen, allgemeinen Verunsicherungen, Polarisierungen und Spaltungen in Gesellschaften bis hinein in Familien und Gemeinden sind solche Programme wie das Abrahamsfest unermesslich wichtig. Sie bewirken Verbindungen vor Ort und in der Region: Es sind vertrauensbildende Projekte. Gut nachbarschaftliche Kooperationen sind wichtiger als je, wichtiger als in früheren Jahren gedacht.

Wir haben durch die jährlichen 17 Abrahamsfeste seit 2001 eine Vertrauensbasis zwischen allen Religionen, Gemeinden, Ethnien und sozialen Milieus erreichen können und Jugendliche sind aktiv. Wir erreichten im vorigen Jahr circa 3.000 Menschen. In allen Städten des Kreises Recklinghausen und darüber hinaus.

Das Abrahamsfest Marl/Kreis Recklinghausen ist überregional bekannt. Unsere Homepage wird stark besucht.

 

1. Auftakt und Abschluss: mit allen Generationen:

# Auftakt: (1.) Das17. Abrahamsfest beginnt am Sonntag, 17. September 2017 um 17 Uhr in der Synagoge in Recklinghausen, mit einem einstündigen Konzert, gestaltet von 3 Chören: dem Vokalensemble der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen unter Leitung von Nikolai Miassojedov, dem Bochumer St.Kyrill und Method Chor unter Leitung von Nikolai Miassojedov mit dem Ökumenischen Projektchor Marl unter Leitung von Charlotte Charlier/Johanna Poczkay und dem Islamischen Ilahi-Projektchor aus Moscheen in Marl unter Leitung von Semihr Demircioglu. Anschließend ist Raum und Zeit für viele Gespräche bei koscherer Bewirtung. Kooperation mit dem Interkulturellen Rat in Deutschland (Darmstadt) und mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen.

# (2.) Ein Familien-Nachmittag für alle Generationen folgt am Sonntag, 8. Oktober 2017, 15 – 17 Uhr in der Fatih-Moschee, Bachackerweg 197, 45772 Marl-Hamm: Kurz-Filme zeigt und bespricht Thomas Damm (Filmpädagoge und ev. Pfarrer – früher in Marl und nun in Schwerte). Dazu wirken Grundschulen und Kinder von Raduga bzw intercent Marl mit. Es gibt Kuchen und Erfrischungen.

# Abschluss: Dienstag,  12. Dezember 2017, 18 – 21.00 Uhr im Rathaus Marl: Das 17. Abrahamsfest endet mit dem Gastmahl, mit interkulturellen Darbietungen,gemeinsames Essen am Buffet, mit allen Generationen. Ein inzwischen „legendärer“ Abend, voriges Mal mit 400 Menschen aus allen Generationen, u.a. vielen Flüchtlingen.

 

2. Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen des 17. Abrahamsfestes bewegt Heranwachsende.

 

2.1.: Zu Besuch sind Kinder aus Kirchen und Moscheen in ihren Stadtteilenzu Terminen nach Absprachen.

 

2.2.: In Aktion sind Jugendliche. Schulen. Jugendzentren:

 

# „Nachmittags um Fünf: Pizza essen und Filme gucken“: Ab Freitag, 15. September 2017 um 17 Uhr auf Einladung von Friedensweg e.V.Wiesenstr. 22, Marl-Drewer. Dieses Veranstaltungsformat gibt es monatlich in wechselnden Jugend-Orten und wechselnden Trägern, am Samstag 21. Oktober um 17 Uhr in der Kuba-Moschee, am Freitag 3. November um 17 Uhr im Ernst-Reuter-Haus, am Freitag 1. Dezember um 17 Uhr in der El-Khodr-Moschee und am Sonntag 10.Dezember um 17 Uhr im Jüdischen Jugendclub Agada in Recklinghausen.

# Neu und ein Experiment: Ältere Jugendliche erklären jüngeren SchülerInnen ihre Gotteshäuser: am Mittwoch, dem 22. November von 11.30 – 18 Uhr ist die Martin Luther King Schule mit 25 SchülerInnen und Lehrkräften unterwegs: zuerst in der Pauluskirche, dann in der Fatih-Moschee und schliesslich in der Synagoge in RE. Am 6. Dezember ist die Willy Brandt Gesamtschule unterwegs in St.Georg, dann in der Fatih-Moschee und schliesslich in der Synagoge in RE. Jeweils ältere Jugendliche wirken als „guides“ in ihrem jeweiligen Gotteshaus.

Ein bewährter Klassiker seit vielen Abrahamfesten: Ab November beschäftigen sich 8 Schulen und 4 Jugendzentren in „Kreativen Workshops“ zu Abrahamsgeschichten, für eigene schulische Aufführungen und für die gemeinsame „Revue  der Kulturen“ im Theater Marl am SO 18. Feb.2018, 14 Uhr. Einige solcher Inszenierungen wurden früher bereits eingeladen zum Bundespräsidenten in Berlin, zu Ehrungen und Fortbildungen in Münster u.a.

# Kreativ und einen Halb-Tag lang intensiv lernen am 7., 8. und 9. November vormittags und nachmittags Kinder aus 6 Grundschulen im „Abrahams-Haus“ (Karl Liebknecht Str. 10, Marl-Drewer) unter dem Motto „Judentum, Christentum und Islam – zum Anfassen“. Immer wieder fragen sie beim Weggehen, ob sie morgen wieder kommen können.

Aufgrund der erfreulichen Resonanz im Vorjahr ist am Dienstag,  den 14. November, 15- 17 Uhr wieder eine Entdeckungstour im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl im Rathaus: Video-Klang-Kunst und Skulpturen werden dabei neugierig erlebt – dazwischen gibt es Erfrischungen. Auch Erwachsene sind eingeladen. Voriges Jahr waren auch viele Flüchtlinge gekommen.

# In Kooperation mit dem Grimme-Institut erleben dort Grundschulkinder am Dienstag, den 21. November, mittags von 11 – 12.30 Uhr Kurzfilme als „Kino echt anders“.

In Kooperation mit der Kinder-/Jugendbücherei „Türmchen“ stellt im HoT „Boje“ am Donnerstag, den 16. November, 18 Uhr die aus China stammende Illustratorin und Schriftstellerin aus Münster Pei-yu Chang ihr preisgekröntes Buch vor: „Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin“ – es ist in großen Feuilleton begeistert empfohlen.

 

2.3: Dazu kommen spannende Veranstaltungen mit Erwachsenen (und älteren Jugendlichen):

 

In Kooperation mit der VHS „die insel“ entwickelt Klaus von Stosch (kath. Theologieprofessor in Paderborn) die vergleichende – so genannte „komparative“ – Theologie für den Dialog der Religionen. Demnach gibt es mehrere Wahrheiten. Am Dienstag, den 19. September um 19.30 Uhr im Ev. Gemeindehaus der Religionen, Römerstr. 59 – neben der Pauluskirche, Marl-Hüls.

# Die Schirmfrau des 17. Abrahamsfestes Christel Neudeck spricht am Mittwoch, den 11. Oktober 2017, 19.30 Uhr „Unser Leben in Umbrüchen und Aufbrüchen. Rupert Neudeck und Christel Neudeck durch dick-und-dünn“. Im St. Pius-Pfarrheim, Friedrich-Wilhlem-Weber Str. 16a, Marl-Brassert.

In Kooperation mit dem Grimme-Institut geht es am Donnerstag, den  7. Dezember 2017, von 18.30 – 21 Uhr in einem Film-Abend um „Gutes Leben – heute?“. Ein preisgekrönter Filmwird gezeigt, mit dem anwesenden Filmemacher kommen wir ins Gespräch.

# In Kooperation mit dem Chemie-Unternehmen Evonik ist am Freitag, den 15. Dezember, nachmittags 14 – 16 Uhr ein Betriebsbesuch mit Jugendlichen und ihren Lehrkräften, Eltern und Förderern zur Ausbildung bei Evonik: Was bietet das Unternehmen? Was müssen jugendliche Azubis heutzutage leisten.

 

2.4: Über einen längeren Zeitraum arbeiten Heranwachsende und Erwachsene an folgenden 5 Projekten: Ergebnisse werden öffentlich vorgestellt:

 

# Projekt 1: im Ernst-Reuter-Haus, Sperberweg 5, Marl-Hamm: „Digital dabei – Es dreht sich alles um Handy.

# Projekt 2: in der Yunus Emre Moschee, Haardstr. 2, Marl-Brassert: „Jüngere fragen/Ältere erzählen“ - Ihre Aufbrüche vor Jahrzehnten in der Einwanderung hierher. Eine Filmdokumentation entsteht.

# Projekt 3: in etlichen Gemeinden und Einrichtungen werden große Holzfiguren gestaltet. „Typisches“ aus Kulturen und Religionen.

# Projekt 4. Mit Schulen und Einrichtungen werden die Kreativen Workshops zu Abrahamsgeschichten für die Revue der Kulturen entwickelt. (s.o.)

# Projekt 5: In Interkulturellen Trainings werden ehrenamtliche Jugend-MitarbeiterInnen geschult.

 

Weiter ist uns wichtig:

 

Veranstalter seit 2001: CIAG Marl Die Christlich—Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl in Kooperation mit den Kirchen und Moscheen in Marl, mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat Marl und der Stadt Marl. Dazu weitere, 60 lokale, regionale und bundesweite Kooperationspartner.

Dank an die finanziellen Förderer auch des 17. Abrahamsfests: Stadt Marl, Land NRW: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, Bistum Münster, Ev. Kirche von Westfalen, GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW, Sparkasse Vest Recklinghausen, Volksbank Marl-Recklinghausen. Der Interkulturelle Rat in Deutschland (Sitz: Darmstadt) fördert den Auftakt mit Unterstützung des Bundesministeriums des Innern (Berlin).

Was sind die „Kochrezepte“ im Gelingen des Abrahamsfestes?   Aktualität ohne Scheuklappen, Vernetzung und Kooperation, Ehrenamtlichkeit bei den Verantwortlichen, gleiche Augenhöhe und Respekt vor einander, Neugier auf Kommendes, zeitgemäßes Interesse an den „Großen Erzählungen“ wie Abraham/Ibrahim im gemeinsamen Welt-Kulturerbe - dank der drei Buch-Religionen Judentum, Christentum, Islam.

Quelle: http://www.abrahamsfest-marl.de, Red.: hh

Filmgottesdienste im Rahmen einer landeskirchlichen Gottesdienstreihe zur Würde des Lebens

DORSTEN/RECKLINGHAUSEN Im Rahmen der landeskirchlichen Gottesdienstreihe werden zwei Filmgottesdienst basierend auf dem Film „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“ im Gestaltungsraum angeboten: Unter dem Titel „Die Würde des Lebens“ findet der Gottesdienst am Sonntag, den 3. September 2017, um 11 h im Central Kino Dorsten , Borkener Str. 137, 46284 Dorsten statt. Am Sonntag, den 10. September 2017, um 11 h wird der Filmgottesdienst zum gleichen Thema im Cineworld Recklinghausen stattfinden.
Filmgottesdienste im Rahmen einer landeskirchlichen Gottesdienstreihe zur Würde des Lebens

Screenshot der Website zum Film

Petra Masuch-Thies, Humboldtstraße 13, 45964 Gladbeck, Tel. 02043/2793-3,6 Petra.Masuch-Thies@kk-ekvw.de 
Harald Wagner, Henrichenburgerstr. 66 - 68, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-83869, Harald.Wagner@kk-ekvw.de

Eine Veranstaltung der Reihe "Kirche und Kino"

Website zum Film


Telefonseelsorge sucht Verstärkung - Telefonseelsorge startet neuen Ausbildungskurs

KIRCHENKREIS – Ehrenamtliche Arbeit ist die Basis der Arbeit der Telefonseelsorge. Die Beratungsarbeit am Telefon wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen, die im Vorfeld darauf intensiv vorbereitet werden. Aus diesem Grund beginnt die Telefonseelsorge Recklinghausen Anfang 2018 mit einem neuen Ausbildungskurs für ehrenamtliche Beraterinnen und Berater. Achtzehn Monate dauert das umfangreiche Ausbildungsprogramm und umfasst 250 Stunden. Davor gibt es noch persönliche Gespräche und einen Informationstag, bei dem Interessierte in die Arbeit der Telefonseelsorge hineinschnuppern können.
Telefonseelsorge sucht Verstärkung  - Telefonseelsorge startet neuen Ausbildungskurs

Leitet die Telefonseelsorge in Recklinghausen: Pfarrerin Gunhild Vestner

Geleitet wird der neue Ausbildungskurs von Pfarrerin Gunhild Vestner, Leiterin der Telefonseelsorge Recklinghausen und Barbara Rode, die auf eine langjährige Erfahrung in der Arbeit der Telefonseelsorge blicken kann. Seit über dreißig Jahren ist sie ehrenamtlich in der Telefonseelsorge in der Telefon- und Chatberatung tätig. Beide haben auch eine Ausbildung als Supervisorin (DGSv). 

Die Ausbildung umfasst drei Phasen. In der ersten Phase geht es um Selbsterfahrung in der Auseinandersetzung mit der eigenen Person. „Nur wer in einem guten Kontakt mit sich selbst ist, kann auch in einen guten Kontakt mit den Anrufenden treten“, weist Pfarrerin Gunhild Vestner auf die Wichtigkeit dieser Phase hin. Methodische Hilfen zur Gesprächsführung werden in der zweiten Phase erarbeitet, um das Gespräch mit den Anrufenden zu gestalten. In der dritten Phase der Ausbildung erfolgt die langsame Einführung in die Praxis. Es werden eigenständig Beratungsgespräche am Telefon geführt, die durch regelmäßige Supervision begleitet werden.

Die Beraterinnen und Berater werden in einer Ausbildungsgruppe intensiv auf ihre Arbeit am Telefon vorbereitet. Es wird keine bestimmte Schul- oder Berufsausbildung vorausgesetzt. Gesucht werden Menschen mit entsprechendem Einfühlungsvermögen, die sich leicht in andere hineinversetzen können, einer guten Selbstwahrnehmung, Belastbarkeit, Interesse an psychosozialen Themen, – und zeitlicher Verfügbarkeit. Dabei wird das Interesse von Männern an der Ausbildung begrüßt, da sie nach wie vor in der Minderheit sind.  

Pfarrerin Gunhild Vestner macht den hohen Standard dieser qualifizierten Ausbildung deutlich. „Die Ausbildung bereichert einen selbst und führt zu einer Erweiterung der eigenen Fähigkeiten. Die gemachten Erfahrungen sind auch in anderen Bereichen nutzbar.“

Die Ausbildung zur ehrenamtlichen Beraterin oder zum ehrenamtlichen Berater ist kostenfrei. Nach der Ausbildung wird eine Mitarbeit in der Telefonseelsorge erwartet. Neben Tagschichten gehören auch Nachtschichten dazu, da die Telefonseelsorge jeden Tag rund um die Uhr erreichbar ist. Es erfolgt eine fortlaufende Qualifizierung durch Fortbildung und Supervision in festen Gruppen sowie Fachvorträge und Fachtagungen zu psychosozialen Themen.

Weitere Informationen zur Ausbildung als ehrenamtliche Beraterin oder ehrenamtlicher Berater in der Telefonseelsorge finden Sie im Internet unter www.telefonseelsorge.re.

Text/Bild: uka

 

Drei Gründe zu feiern - Notfallseelsorge besteht fünf Jahre

KIRCHENKREIS – Die Notfallseelsorge im Kreis Recklinghausen und der Stadt Bottrop hat vor fünf Jahren begonnen; die ersten Ehrenamtlichen für den Dienst an Menschen nach belastenden Ereignissen auszubilden. Das System wurde mit der Zeit auf einen einfach zu handhabenden Online-Dienstplan umgestellt, der seitdem eine Bereitschaft rund um die Uhr zulässt. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte haben allein im letzten Jahr mehr als 130 mal die Notfallseelsorge alarmiert. Zudem sind einige Notfallseelsorger bei den „Crashkursen“ der Polizei für die Verkehrssicherheit für Schüler/Fahranfänger eingebunden.
Drei Gründe zu feiern - Notfallseelsorge besteht fünf Jahre

Landrat Cay Süberkrüb überreichte an das Leitungsteam der Notfallseelsorge die Ernennungsurkunden zur Regieeinheit des Kreises Recklinghausen.

In einem Gottesdienst wurde dafür gedankt, dass es in den letzten Jahren viele Freiwillige gab, die ihre Zeit und ihre Geduld, in Ausbildung, Fortbildung, Bereitschaften und Einsätze eingebracht haben. Zudem wurden neue Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger nach einem halben Jahr intensiver Ausbildung in den Dienst aufgenommen. Es ist der zweite Kurs, der dieses Jahr abschließt. Ein neuer ist erst im Herbst 2018 geplant.

Nach dem Gottesdienst übergab Landrat Cay Süberkrüb an das Leitungsteam der Notfallseelsorge die Ernennungsurkunden zur Regieeinheit des Kreises Recklinghausen. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen der ökumenischen Notfallseelsorge und dem Kreis Recklinghausen gefestigt. Die Notfallseelsorge ist nun fest eingebunden in die Abläufe bei Großeinsatzlagen und Katastrophenfällen.

Im Anschluss an Gottesdienst und Grußworte wurde in den Gemeinderäumen neben der Gustav-Adolf-Kirche bei irischer Musik und einer hervorragende Bewirtung durch ein Catering-Projekt der Werkstätten der Diakonie weitergefeiert.

Text: IJ, Foto: Marion Sager-Rüter

 

 

Neuer Leiter der Finanzabteilung

KIRCHENKREIS – Dietmar Payk heißt der neue Leiter der Finanzabteilung des Kreiskirchenamtes der Evangelischen Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen. Der 53-jährige Diplom-Betriebswirt hat seit Juni dieses Jahres die Nachfolge von Ernst-Günter Meier und Sandra Sommer angetreten. Meier war Ende 2016 nach fast 50 Dienstjahren in den Ruhestand, Sommer in die Rheinische Landeskirche gewechselt.
Neuer Leiter der Finanzabteilung

Superintendent Dietmar Chudaska (links), Superintendentin Katrin Göckenjan und der stellvertretende Verwaltungsleiter Jürgen Bahl (rechts) hießen Dietmar Payk als neuen Leiter der Finanzabteilung im gemeinsamen Kreiskirchenamt herzlich willkommen.

Dietmar Payk hat jahrzehntelange Berufserfahrung in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Controlling sowie Finanzierung und Investitionen, ebenso im Prozess- und Projekt-Management. Die letzten zehn Jahre war er bei der Deutschen Bank als Business Management-Spezialist tätig.

Die ersten Eindrücke seien überwältigend gewesen, äußerte sich Dietmar Payk erfreut über den offenen Empfang. Er freue sich auf die neue Herausforderung. „Ich bin ‚alt‘ an Erfahrung, aber ‚jung‘ genug, um Veränderungen anzugehen und sich neuen Herausforderungen zu stellen“, fasste der neue Finanzleiter seine Maxime zusammen. „Gemeinsam schaffen wir das“, sagte er und spielte damit auf die bevorstehende Umstellung auf das Neue Kirchliche Finanzmanagement (NKF) und die Organisationsumstellung im Finanzwesen an.

 Superintendent Dietmar Chudaska, Superintendentin Katrin Göckenjan und der stellvertretende Verwaltungsleiter Jürgen Bahl wünschten dem neuen Mann an der Spitze der Finanzabteilung viel Erfolg und freuten sich, dass nach monatelanger Vakanz die Stelle wieder besetzt ist. Dabei dankten sie den kommissarischen Leiterinnen Sylke Seiß und Anja Wadepuhl für ihren erfolgreichen und engagierten Einsatz während der Zeit.

Text und Foto: uka

 

Veranstaltungen bis September 2017 im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen zum Reformationsjubiläum

KIRCHENKREIS In den kommenden Monaten bis Ende Oktober 2017 finden in unserem Kirchenkreis in Datteln, Haltern am See, Marl, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen zur Feier des Reformationsjubiläums statt. Als 'Nachklang' wird ein Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy Anfang November 2017 in Datteln in der
Veranstaltungen bis September 2017 im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen zum Reformationsjubiläum

Poster zum 4. Programmabschnitt



SEPTEMBER 2017

Recklinghausen
Sonntag, den 10.09.2017, 10:00 h
Ein Text. Predigtgottesdienst zu Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, Pfr. Eugen Soika, Christuskirche, Limperstr. 13

Dorsten & Recklinghausen
Filmgottesdienste im Rahmen einer
landeskirchlichen Gottesdienstreihe
Im Rahmen der landeskirchlichen Gottesdienstreihe werden zwei Filmgottesdienst basierend auf dem Film „MR. MAY UND DAS FLÜSTERN DER EWIGKEIT“ im Gestaltungsraum angeboten: Unter dem Titel „DIE WÜRDE DES LEBENS“ findet der Gottesdienst am Sonntag, den 3. September 2017, um 11 h im Central Kino Dorsten , Borkener Str. 137, 46284 Dorsten statt.
Am Sonntag, den 10. 09.2017, um 11 h wird der Filmgottesdienst zum gleichen Thema im Cineworld Recklinghausen stattfinden.

Kino „Cineworld“, Kemnastraße 3, 45657 Recklinghausen,
Central-Kino, Borkener Straße 137, Dorsten-Holsterhausen
Petra.Masuch-Thies@kk-ekvw.de Harald.Wagner@kk-ekvw.de
Petra Masuch-Thies, Humboldtstraße 13, 45964 Gladbeck.
Tel. 02043/2793-36; Harald Wagner, Henrichenburgerstr. 66 - 68, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-83869

Haltern am See
Donnerstag, 28.09.2017 19:00 h
Kabarett: „500 - Hier stehe ich, ich kann nichts anderes“. 500 Jahre nach dem Thesenanschlag bekennt der Kabarettist und Teilzeitpfarrer Martin Funda: „Hier stehe ich, ich kann nichts anderes.“ Aber das mit Musik.
Paul-Gerhardt-Haus, Reinhard-Freericks-Str. 17, 45721 Haltern am See
Weitere eigene Infos im Internet unter www.egha.de



OKTOBER 2017

Recklinghausen
Sonntag, 08.10.17 10:00 h
Ein Lied. Musikalischer Abendmahlsgottesdienst zu Luthers Lied 
„Ein feste Burg ist unser Gott“, Altstadtkontorei und Pfr. Eugen Soika, 
Christuskirche, Limperstr. 13

Sonntag, 08.10.17 10:00 h
Luther im Visier der Bilder. Zeitgenössische Porträts des Reformators aus fünf Jahrhunderten
Ausstellung vom 8. Oktober 2017 bis zum 15. Januar 2018 im
Institut für Stadtgeschichte Recklinghausen. Hohenzollernstr. 12
Siehe dazu besonderer Hinweis.

Sonntag, 15.10.17 10:00 h
Ein Bild. Predigtgottesdienst mit Meditation des Bildes von Lucas Cranach „Martin Luther als Prediger“, Pfr. Eugen Soika, 
Christuskirche, Limperstr. 13


Haltern am See
Mittwoch, 25.10.2017 bis Freitag, 27.10.2017
Kinderbibelwoche: „Das Fest der besiegten Ängste“. Kinderbibelwoche zum Reformationsthema für Kinder von 4 bis 12 Jahren. 
Erlöserkirche Haltern, Hennewiger Weg 8, 45721 Haltern am See. 
Weitere Infos: www.egha.de

Dienstag, 31.10.2017 11:00 h
„EINFACH FR31!“ - Gottesdienst zum Reformationstag mit musikalischem Akzent. Im Anschluss Empfang im
Paul-Gerhardt-Haus. 
Erlöserkirche Haltern, Hennewiger Weg 8, 45721 Haltern am See

Recklinghausen
31.10.2017 11:00 h
Ökumenischer Festgottesdienst zum Abschluss des Reformationsjubiläums. Gottesdienst und gemeinsames Mahl mit Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) mit Superintendentin Katrin Göckenjan (Recklinghausen), Weihbischof Dieter Geerlings (Münster), Bürgermeister Christoph Tesche (Recklinghausen) u.a.
Christuskirche, Limperstr. 13
Siehe besonderer Hinweis


Marl
Dienstag, 31.10.2017 18:00 h
Gottesdienst der Evangelischen Stadtgemeinde Marl (esm) im Theater Marl, danach mit dem interaktiven Projekt "BibleFace" in der
Dreifaltigkeitskirche, Brasserstr. 40-42

Oer-Erkenschwick
Dienstag, 31.10.2017 18:00 h
Ökumenischer Gottesdienst mit der ökumenischen Chorgemeinschaft und dem Posaunenchor,
Kath. Kirche St. Josef, Otto-Hue-Str. 1

 


 

NOVEMBER 2017
Datteln
Sonntag, 05.11.2017 17.00 h
Felix Mendelssohn Bartholdy: Lobgesang. Oratorium für Soli, Chor und Orchester. Unter Mitwirkung mehrerer Chöre des Kirchenkreises Recklinghausen wird es in der Dattelner Lutherkirche am 5. November eine besonders groß besetzte Aufführung des berühmten Lobgesangs von Felix Mendelssohn Bartholdy geben. Im Mittelpunkt des symphonischen Oratoriums steht der Choral „Nun danket alle Gott“.
Es musizieren namhafte Solisten, Chöre des evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen, darunter die Hertener Kantorei, Altstadtkantorei Recklinghausen, Mitglieder der Dortmunder Philharmoniker unter Leitung von KMD Elke Cernysev.
Lutherkirche, Pevelingstr. 30



Luther im Visier der Bilder. Lutherbildnisse aus fünf Jahrhunderten

KIRCHENKREIS Eine Ausstellung des IKZG-RE im Institut für Stadtgeschichte / Stadt- und Vestisches Archiv, Recklinghausen, Hohenzollernstr. 12, zeigt vom 8. Oktober 2017 bis zum 20. Januar 2018 Bildnisse Luthers aus der Luthersammlung des „Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen“ (IKZG-RE). Martin Luther (1483-1546) gehört zu den am häufigsten porträtierten Personen westlicher Kirchen- und Kulturgeschichte: Von Lucas Cranach d.Ä., der Luther als Mönch, als Doktor der Theologie, als Kirchenvater, als Ehemann usw. darstellte, bis zum Luther der Gegenwart, die ihn als mediales Icon, als großen Kommunikator oder als Werbe-Ikone versteht.
Luther im Visier der Bilder. Lutherbildnisse aus fünf Jahrhunderten

© Armin Mueller-Stahl, Farblithographie, 2014 (Luthersammlung des IKZG-RE)

Dazwischen liegen Lutherbildnisse aus allen Epochen: Luther als milde lächelnder Pietist, als skeptisch blickender Aufklärer, als romantisches Genie oder als visionärer Monarchist. Luther als Glaubensheld, als Prediger und als Ketzer, als Freiheitskämpfer, aber auch als „Nationalsozialist“. Erkennbar wird die Geschichte einer Nation im Spiegel der Bildnisgeschichte eines Individuums. Und welches ist das für die Gegenwart typische „Lutherbild(nis)“?

Carl August Schwerdgeburth, "Dr. Martin Luther im Kreise seiner Familie zu Wittenberg am Christabend 1536", Stahlstich 1843, Luthersammlung des IKZG-RELuthersammlung des IKZG-RE

Carl August Schwerdgeburth, "Dr. Martin Luther im Kreise seiner Familie zu Wittenberg am Christabend 1536", Stahlstich 1843, Luthersammlung des IKZG-RE

Außerhalb der Luthergedenkstätten in Wittenberg, Eisleben etc. ist diese Ausstellung sicherlich ganz einmalig, sowohl konzeptionell als auch von ihrem gezeigten Material her. Denn es handelt sich ausschließlich um originale Drucke aus der Zeit seit dem 16. Jahrhundert. Die Ausstellung ist gut geeignet für Schulklassen und Gemeindegruppen etc. Das Gesehene lässt sich anhand eines Katalogs nacharbeiten.

Zur Eröffnung der Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte Recklinghausen am 8. Oktober 2017 um 17 Uhr laden wir herzlich ein.

Prof. Dr. Albrecht Geck (Leiter des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen (IKZG-RE))  und  Dr. Matthias Kordes (Leiter des Instituts für Stadtgeschichte / Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen)



Vernissage
am 8. Oktober 2017 um 17.00 Uhr

Grußworte:
Christoph Tesche, Bürgermeister der Stadt Recklinghausen
Katrin Göckenjan, Superintendentin des Ev. Kirchenkreises Recklinghausen


Einführung:
Prof. Dr. Albrecht Geck, Leiter des IKZG-RE und Kurator der Ausstellung

  

Finissage
am 20. Januar 2018 um 17.00 Uhr

Buchvorstellung: „Das Dreifachjubiläum im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen“ (Band 7 des Recklinghäuser Forums zur Geschichte von Kirchenkreisen)


 

Der Eintritt ist frei.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung:
mo., di.: 8.00-13.00 h
mi.: 8.00-16.00 h
do.: 8.00-18.00 h
fr.: 8.00-13.00 h

Weihnachten und Neujahr geschlossen

Asylrechtsschulung mit Frau Rechtsanwältin Gudrun Galster am 30.08.2017

KIRCHENRKEIS Das nächste Treffen zur Asylrechtsschulung mit RA Gudrun Galster findet statt am Mittwoch, dem 30. August von 18.00 Uhr - 20.00 Uhr im Haus des Ev. Kirchenkreises, im großen Saal (EG), Limperstraße 15, 45657 Recklinghausen statt.