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Marode Flachdachkonstruktion

GEMEINDEZENTRUM Teile des Gemeindezentrums stillgelegt
Marode Flachdachkonstruktion

Der linke Teil des Gustav-Adolf-Gemeindezentrums in Herten-Scherlebeck mit seinen Gemeinderäumen ist bis auf weiteres stillgelegt.

HERTEN-SCHERLEBECK – Seit ca. 30 Jahren steht das Gustav-Adolf-Gemeindezentrum an der Scherlebecker Straße/Ecke Gertrudenstraße und bietet vielen Gemeindegliedern Raum für zahlreiche Veranstaltungen sowie Gemeindegruppen den Ort für ihre Treffen. Dies ist für die nächste Zeit nur noch eingeschränkt möglich.

Grund dafür ist die marode Dachkonstruktion im Bereich der Gemeinderäume. Zur Einsparung von Heizkosten sollte die Wärmedämmung vor allem im Dachbereich verbessert werden. Für die Überprüfung der vorhandenen Dämmung wurde eine Architektin und ein Statiker hinzugezogen. Nachdem das Dach von innen und außen geöffnet wurde, traten gravierende Baumängel zutage. Einige Träger (Dreieckstrebenbinder) der Dachkonstruktion waren bereits angebrochen. Um das Gewicht auf dem Dach zu reduzieren, wurde in einer ersten Maßnahme der vorhandene Kies vom Dach entfernt.

Aus Sicherheitsgründen bleibt der Teil der Gemeinderäume bis auf weiteres gesperrt. Der Kirchraum, der Jugendraum wie auch der Bereich des Foyers können weiter genutzt werden. Das Gemeindebüro ist in die Sakristei umgezogen. Einige Gemeindegruppen können in den Kindergarten an der Gertrudenstraße ausweichen. „Wir sind dankbar, dass in all den Jahren seit Bestehen des Gemeindezentrums nicht etwas Ähnliches passiert ist wie in Bad Reichenhall“, stellt Pfarrer Uwe Heubach erleichtert fest.

Nach vorläufigen Schätzungen belaufen sich die Kosten für eine notwendige Sanierung des Daches auf ca. 600.000 Euro. Eine außerdem notwendige Wärmedämmung im Bereich der Wände würde die Kosten noch einmal erhöhen. „Wir stehen jetzt am Anfang eines Weges, von dem wir noch nicht wissen, was am Ende sein wird. Wir werden auf allen Ebenen Gespräche führen, werden viel nachzudenken und zu bewerten haben“, beschreibt Uwe Heubach die nächsten Schritte.

Nun besteht eine Menge Beratungsbedarf. Im Bezirk, im Presbyterium und in Gesprächen mit dem Kirchenkreis sollen Lösungsvorschläge entwickelt und erarbeitet und das weitere Vorgehen abgestimmt werden.
Text und Foto: uka

 

Eine Ära geht zu Ende

Pfr. i.R. Peter R. Seeber kandidiert nach mehr als 35 Jahren nicht wieder für Vorsitz der Evangelischen Akademie Recklinghausen
Eine Ära geht zu Ende

Pfarrer i.R. Peter R. Seeber

„Ich war immer schon ein bisschen quer. Aber man muss anstößig sein, um Anstöße zu geben“, sagt Pfarrer i.R. Peter R. Seeber über sich und seine Arbeit im Vorstand der Ev. Akademie Recklinghausen. Über 35 Jahre war er fast durchgängig als Vorsitzender des Vereins tätig und sein Name ist untrennbar mit der Akademiearbeit verbunden, in der zahlreiche prominente Gäste zu verzeichnen sind.

Als Pfarrer Seeber 1973 nach Recklinghausen kam, lag die Arbeit der Ev. Akademie Recklinghausen ‚im argen‘. Daher sollte Pfarrer Seeber an dieser Stelle für Verbesserung sorgen, denn hatte er bereits mit großen Erwachsenenbildungsveranstaltungen in seiner alten Gemeinde in Versmold gute Erfahrungen gemacht. Am 10. Dezember 1973 stellte er in der Mitgliederversammlung des Vereins sein Konzeptionspapier vor und wurde zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. „Mir kam es auf den Dialog zwischen Kirche, Gesellschaft und Kultur an. Wir wollten immer ‚offene‘ Kirche sein“, sagt er und verweist auf die bereits vor mehr als 15 Jahren ausformulierte Standortbestimmung der Ev. Akademie Recklinghausen. Dort heißt es unter der Überschrift „Wir sind Kirche, aber nicht Gemeinde“: „Wir sind den ‚Einschränkungen‘ des engeren Horizonts der Gemeindearbeit nicht unterworfen, darum können wir eine stärkere Öffnung zur ‚Welt‘ praktizieren durch Themenwahl und unbequeme Referenten“. Zu diesen zählten bekannte Persönlichkeiten, die bisweilen zu kontroversen Diskussionen beitrugen: Propst a.D. Dr. Heino Falcke, Erfurt, Bischof Dr. Gottfried Forck, Berlin, Joachim Gauck, Berlin, Dr. Gregor Gysi, MdB, Berlin, Dr. Regine Hildebrandt, Woltersdorf, Dr. Reinhard Höppner, Ministerpräsident a. D., Magdeburg, Landesbischof Roland Hoffmann, Eisenach, Generalsuperintendent Dr. Günter Krusche, Berlin, Bischof i.R. Werner Krusche, Magdeburg,  Günter Schabowski, Rotenburg, Pastor Friedrich Schorlemmer, Lutherstadt Wittenberg, Ministerpräsident Dr. Manfred Stolpe, Potsdam, und dreiundzwanzig Mal Dr. Eugen Drewermann, der stets für überaus großen Besucherandrang sorgt.

Auf die umfangreiche Liste der bekannten Referenten und Referentinnen, in die sich die Gästebücher eintrugen ist Pfarrer Seeber stolz.  Auch ohne ein festes Haus mit eigenen Übernachtungskapazitäten, wie sie andere evangelische Akademien vorhalten, spielt die Ev. Akademie Recklinghausen in der gehobenen Liga. „Mit den bekannten Namen, haben wir eine gewisse Magnetwirkung“, sagt Pfarrer Seeber selbstbewusst und freut sich über die vielen Mitglieder des Vereins auch aus anderen Nachbarstädten von Recklinghausen. „Wir machen das, was eine Gemeinde nicht leisten kann. Wir sorgen für das Salz in der Suppe“, beschreibt Pfarrer Seeber die Zielsetzung der Akademie, ohne in eine falsche Konkurrenz geraten zu wollen. Ihn hat die Akademiearbeit stets fasziniert: „Dort hatte ich die Gelegenheit zu Begegnungen mit unzähligen Referenten, mit denen ich als Gemeindepfarrer keinen Kontakt gehabt hätte“, blickt er nicht ohne einen kleinen Hauch von Wehmut zurück. Zur Hälfte sei er immer mit der Akademie verheiratet gewesen, sagt er scherzhaft, doch das von ihm erstellte Programmheft sei stets durch die Hände seiner Frau gegangen.

Mit seiner Heimat aus Kindertagen im deutschen Osten fühlt er sich stets verbunden. Daher sorgte er immer für Gäste aus den neuen Bundesländern und für die Pflege der Partnerschaft mit der Stadt Schmalkalden.

Bereits im Jahr 2001 baute Pfarrer Seeber einen eigenen Internetauftritt der Akademie auf, in dem die zahlreichen Aktivitäten mit den vielfältigen Begegnungen, Vorträgen, Gesprächen, Arbeitsgemeinschaften, Studientagungen und –reisen dokumentiert werden. Auch wenn er den Vorsitz des Vereins krankheitsbedingt niederlegt, wird Pfr. Seeber weiterhin für Interessenten Gelegenheiten für private Studienreisen anbieten, die von vielen gerne wahrgenommen werden.

Zur Person: Pfarrer i.R. Peter R. Seeber, geb. 28.4.1938 in Jena/Thüringen, kam 1946 als Kriegsflüchtling mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Gladbeck, studierte Ev. Theologie in Bethel, Heidelberg, Hamburg und Münster, absolvierte sein Vikariat in Emsdetten, ging danach für sechs Jahre nach Versmold im Kreis Gütersloh an die Petrikirche, kam 1973 als Pfarrer in die Altstadtgemeinde nach Recklinghausen, wo er seit 1973 fast ununterbrochen Vorsitzender des Vereins der Evangelischen Akademie Recklinghausen war. Bis zum Oktober 1999 war er Pfarrer im Gemeindebezirk Hochlar. Im Jahr 2004 wurde ihm für seine Verdienste um die Annäherung von Ost und West-Deutschland das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Links: Website der Akademie, mit ausführlicher Dokumentation, dort u.a.: Festschrift des verstorbenen Sohnes von Pfr. Seeber; Hannspeter Seeber, zum 50-jährigen Bestehen der Akademie.

Text/Bild: hh

 

Kirchentagsgottesdienst in der Friedenskirche

Kirchentagsgottesdienst in der Friedenskirche

Der Projektchor der Evangelischen Kirchengemeinde Oer-Erkenschwick stimmte die Besucherinnen und Besucher musikalisch auf den Kirchentag ein.

DATTELN/KIRCHENKREIS – In der Reihe der monatlichen Gottesdienste in der Friedenskirche am Schiffshebewerk in Datteln stand Ende April ein Gottesdienst zum 32. Evangelischen Kirchentag, der vom 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen stattfindet, auf dem Programm.

Gestaltet wurde der Gottesdienst von Pfarrer Christian Zimmer aus Marl, der auch Kirchentagsbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen ist. Für die Musik sorgte der Projektchor der Evangelischen Kirchengemeinde Oer-Erkenschwick unter Leitung von Michael Schulze, der auch auf dem Kirchentag einige Auftritte haben wird.

„Mensch, wo bist du?“ So lautet die Losung für den Bremer Kirchentag. „Gott fragt nach der Haltung“, machte Pfarrer Christian Zimmer in seiner Predigt deutlich. „Die Frage „Mensch, wo bist du?“ ruft auch uns heute immer wieder neu in die Verantwortung und fordert uns heraus“, so Zimmer.

Nach dem Gottesdienst veranstaltete der Projektchor ein Mitsingkonzert mit Liedern aus dem Kirchentagsliederbuch „Fundstücke“. Pfarrer Zimmer zeigte als Einstimmung auf den Kir-chentag noch einem kurzen Film. Danach bestand die Möglichkeit, bei Gebäck und Mineralwasser miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der nächste Gottesdienst in der Friedenskirche am Schiffshebewerk findet am Sonntag, den 7. Juni 2009, zur 4. These der Theologischen Erklärung zu Barmen statt und wird von Superintendent Peter Burkowski gestaltet.

Text und Foto: uka
 

Lokaler Agendapreis wandert von Fa. Wallstein an den Kirchenkreis

Preisweitergabe erfolgt
Lokaler Agendapreis wandert von Fa. Wallstein an den Kirchenkreis

Dirk Wallstein (li.) übergibt den Agendapreis an Hans-Jürgen Hörner, der im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen für Umweltfragen zuständig ist.

Am 13.05.2009 ging die Auszeichnung der "Lokalen Agenda 21" in Recklinghausen von dem Industrieunternehmen Wallstein in Recklinghausen weiter an den Ev. Kirchenkreis Recklinghausen. Im Rahmen eines Betriebsbesuches durch Peter Möller von der lokalen Agendagruppe  und Vertreter des Kirchenkreises stellte Mitinhaber Dirk Wallstein die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmensverbunds vor, dessen Schwerpunkt im Umweltschutzbereich liegt.

Die derzeit 95 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erzielen ihren Umsatz von ca. 17 Mio. Euro derzeit vorrangig mit Produkten zur industriellen Wärme- und Verfahrenstechnik. Konkret baut das Unternehmen Apparate- und Anlagen zur Abgasreinigung und zur Wärmerückgewinnung in Müllverbrennungsanlagen und Kraftwerken. Als Werkstoffe kommen für die internationalen Kunden sowohl Kunststoffe und Glas als auch besonders korrosionsbeständige Spezialstähle zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Unternehmen in der Lebensmittel-, Automobil- und der Pharmabranche tätig.

Für die Besuchergruppe ergaben sich spannende Einblicke in neueste Umweltschutztechnologien aus hiesiger Fertigung, die inzwischen weltweit gefragt sind, z.B. um durch Wärmerückgewinnung zu Effizienzsteigerungen und CO2-Reduktionen bei Kohlekraftwerken zu kommen. In der Fertigungshalle zeigte Dirk Wallstein konkrete Beispiele aus der aktuellen Herstellung.

Der Agendapreis wandert in der zweiten Jahreshälfte weiter an den dritten Preisträger dieses Jahres, nämlich das Gartenbauunternehmen Paul Fromm in Recklinghausen.

Text & Bild: hh

Link zum Artikel zur Preisverleihung

Qualifizierung Sprachentwicklung

Spracherziehung in evangelischen Kindergärten im Kirchenkreis
Qualifizierung Sprachentwicklung

Das Beobachten der Schnecke ermuntert zu beschreiben, was man sieht

Wie funktioniert Sprache? Wann und wie lernt ein Kind Wörter, Sätze und  die Grammatik unserer Sprache? Das sind Fragestellungen, zu der die Fortbildung „Schlüsselkompetenz Sprache“ theoretisches Wissen und Umsetzung in die Praxis vermitteln will. Genauer zu erkennen, wann ein Kind an welchem Punkt in der Sprachentwicklung ist, ermöglicht der Erzieherin dem Kind angemessene Sprachanreize zu bieten und somit sein Weiterkommen zu fördern.

Zu dieser Fortbildung trafen sich am 6. und 7. Mai 2009 zum zweiten mal im Kirchenkreis elf komplette Kindergartenteams (alle zehn Kindergärten des Trägerverbundes der Tageseinrichtungen für Kinder im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen und des Anne-Frank Kindergartens Haltern) und bildeten sich theoretisch so wie praktisch zur 'Sprachlichen Förderung' weiter. Die Referentinnen Dr. Karin Jampert und Petra Best wurden auf Einladung von Gudrun Seime, Geschäftsführerin des Trägerverbundes der Tageseinrichtungen für Kinder im Ev. Kirchenkreis, für die Langzeitfortbildung verpflichtet. Nach einer Ausschreibung im Kirchenkreis beteiligen sich zur Zeit elf komplette Kindergartenteams und kommen somit in den Genuss an vier Tagen von den beiden Fachfrauen geschult zu werden. Zudem werden alle teilnehmenden Kindergärten persönlich von den Referentinnen zwei mal vor Ort besucht und erhalten individuelle Beratung.

Die Grundidee dieses Sprachförderkonzeptes ist die kontinuierliche, langfristige Begleitung aller Kinder. Besondere Beachtung finden dabei aber die Kinder, bei denen ein erhöhter Sprachförderbedarf (Delfin 4 Test) festgestellt wurde. Der Sprachförderung wird nicht losgelöst, sondern verknüpft mit den alltäglichen Aktivitäten und Angeboten quer durch die verschiedenen Bildungsbereiche nach dem Motto:  „Wie viel Sprache steckt in Musik, Medienarbeit, Bewegung u nd Naturwissenschaften?“ umgesetzt.  

Die Erzieher(innen) werden für eine sensible uund theoriegeschützte Wahrnehmung der Kindersprache qualifiziert. Sie sollen ein geschultes Ohr entwickeln und aufmerksam werden auf das, was Kinder sprachlich schon können, auf die Strategie, die sie anwenden, um grammatische Regeln zu verinnerlichen und darauf achten, womit sich Kinder gerade auseinandersetzen. Dazu muss man wissen, was es zu entdecken gibt bei der Kinder-Sprache z.B. im Bereich der Laute, Prosodie, Grammatik, Wortbildung, Satzbau, und Kommunikation. Mit Hilfe von Aufnahmegeräten und speziell entwickelten Beobachtungsbögen lernt das pädagogische  Personal festzuhalten, an welcher Stelle das einzelne Kind sprachlich steht, um dann gezielte Angebote aus den verschiedenen Bildungsbereichen spielerisch anzubieten. Sprachanlässe finden sich immer und überall, man muss sie nur ergreifen und pflegen.         

Nachdem der Sprachentwicklung und Kommunikationsfähigkeit unserer Kinder heute, und speziell nach dem Pisa-Schock, eine grundlegende Bedeutung für ihre gesamte Entwicklung und schulische Leistungsfähigkeit beigemessen wird, kamen mit Hochdruck entwickelte Sprachförderprogramme auf den pädagogischen Markt.

Das Deutsche Jugendinstitute e.v. München (DJI ),ein zentrales sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut auf Bundesebene, hat im Rahmen eines Forschungsauftrages in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit elf Kindertageseinrichtungen in sechs Bundesländern die spezifischen Möglichkeiten und Stärken der Bildungsinstitution Kindergarten für die sprachliche Begleitung Förderung von Kindern im Kindergartenalter herausgearbeitet. Durch  eine intensive Zusammenarbeit mit Fachkräften vor Ort und Experten verschiedener  Bildungsbereiche ist dabei ein ganzheitliches Konzept entwickelt und mit dem Medienpaket „Kinder – Sprache – Stärken“ veröffentlicht worden. Für die Praxis steht damit ein erprobtes Konzept für eine sprachliche Basisarbeit im Kindergarten zur Verfügung.

An der Modellphase nahm auch das  Evangelische Familienzentrum Himmelszelt aus Marl als eine der 11 Einrichtungen auf Bundesebene teil. Somit ergab sich ein guter Kontakt zu den federführenden Fachfrauen Dr. Karin Jampert und Petra Best. Für Gudrun Seime, die als Fachberaterin ebenfalls aktiv an dem Projekt teilnahm, stand danach fest: „Dies ist der Weg für eine effiziente Spracherziehung in Tageseinrichtungen für Kinder. Die Erfolge in der Praxis bestätigen es.“

red.: hh

So machen wir es

Spracherziehung in evangelischen Kindergärten im Kirchenkreis
So machen wir es

Das Beobachten der Schnecke ermuntert zu beschreiben, was man sieht

Wie funktioniert Sprache? Wann und wie lernt ein Kind Wörter, Sätze und  die Grammatik unserer Sprache? Das sind Fragestellungen, zu der die Fortbildung „Schlüsselkompetenz Sprache“ theoretisches Wissen und Umsetzung in die Praxis vermitteln will. Genauer zu erkennen, wann ein Kind an welchem Punkt in der Sprachentwicklung ist, ermöglicht der Erzieherin dem Kind angemessene Sprachanreize zu bieten und somit sein Weiterkommen zu fördern.

Zu dieser Fortbildung trafen sich am 6. und 7. Mai 2009 zum zweiten mal im Kirchenkreis elf komplette Kindergartenteams (alle zehn Kindergärten des Trägerverbundes der Tageseinrichtungen für Kinder im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen und des Anne-Frank Kindergartens Haltern) und bildeten sich theoretisch so wie praktisch zur 'Sprachlichen Förderung' weiter. Die Referentinnen Dr. Karin Jampert und Petra Best wurden auf Einladung von Gudrun Seime, Geschäftsführerin des Trägerverbundes der Tageseinrichtungen für Kinder im Ev. Kirchenkreis, für die Langzeitfortbildung verpflichtet. Nach einer Ausschreibung im Kirchenkreis beteiligen sich zur Zeit elf komplette Kindergartenteams und kommen somit in den Genuss an vier Tagen von den beiden Fachfrauen geschult zu werden. Zudem werden alle teilnehmenden Kindergärten persönlich von den Referentinnen zwei mal vor Ort besucht und erhalten individuelle Beratung.

Die Grundidee dieses Sprachförderkonzeptes ist die kontinuierliche, langfristige Begleitung aller Kinder. Besondere Beachtung finden dabei aber die Kinder, bei denen ein erhöhter Sprachförderbedarf (Delfin 4 Test) festgestellt wurde. Der Sprachförderung wird nicht losgelöst, sondern verknüpft mit den alltäglichen Aktivitäten und Angeboten quer durch die verschiedenen Bildungsbereiche nach dem Motto:  „Wie viel Sprache steckt in Musik, Medienarbeit, Bewegung u nd Naturwissenschaften?“ umgesetzt.  

Die Erzieher(innen) werden für eine sensible uund theoriegeschützte Wahrnehmung der Kindersprache qualifiziert. Sie sollen ein geschultes Ohr entwickeln und aufmerksam werden auf das, was Kinder sprachlich schon können, auf die Strategie, die sie anwenden, um grammatische Regeln zu verinnerlichen und darauf achten, womit sich Kinder gerade auseinandersetzen. Dazu muss man wissen, was es zu entdecken gibt bei der Kinder-Sprache z.B. im Bereich der Laute, Prosodie, Grammatik, Wortbildung, Satzbau, und Kommunikation. Mit Hilfe von Aufnahmegeräten und speziell entwickelten Beobachtungsbögen lernt das pädagogische  Personal festzuhalten, an welcher Stelle das einzelne Kind sprachlich steht, um dann gezielte Angebote aus den verschiedenen Bildungsbereichen spielerisch anzubieten. Sprachanlässe finden sich immer und überall, man muss sie nur ergreifen und pflegen.         

Nachdem der Sprachentwicklung und Kommunikationsfähigkeit unserer Kinder heute, und speziell nach dem Pisa-Schock, eine grundlegende Bedeutung für ihre gesamte Entwicklung und schulische Leistungsfähigkeit beigemessen wird, kamen mit Hochdruck entwickelte Sprachförderprogramme auf den pädagogischen Markt.

Das Deutsche Jugendinstitute e.v. München (DJI ),ein zentrales sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut auf Bundesebene, hat im Rahmen eines Forschungsauftrages in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit elf Kindertageseinrichtungen in sechs Bundesländern die spezifischen Möglichkeiten und Stärken der Bildungsinstitution Kindergarten für die sprachliche Begleitung Förderung von Kindern im Kindergartenalter herausgearbeitet. Durch  eine intensive Zusammenarbeit mit Fachkräften vor Ort und Experten verschiedener  Bildungsbereiche ist dabei ein ganzheitliches Konzept entwickelt und mit dem Medienpaket „Kinder – Sprache – Stärken“ veröffentlicht worden. Für die Praxis steht damit ein erprobtes Konzept für eine sprachliche Basisarbeit im Kindergarten zur Verfügung.

An der Modellphase nahm auch das  Evangelische Familienzentrum Himmelszelt aus Marl als eine der 11 Einrichtungen auf Bundesebene teil. Somit ergab sich ein guter Kontakt zu den federführenden Fachfrauen Dr. Karin Jampert und Petra Best. Für Gudrun Seime, die als Fachberaterin ebenfalls aktiv an dem Projekt teilnahm, stand danach fest: „Dies ist der Weg für eine effiziente Spracherziehung in Tageseinrichtungen für Kinder. Die Erfolge in der Praxis bestätigen es.“

red.: hh

Schule neu denken

Beate Leßmann referiert im Schulreferat
Schule neu denken

Beate Leßmann referierte über Formen eines wertschätzenden Unterrichts

Beate Leßmann stellte am 21. April 2009 vor 160 Lehrerinnen und Lehrern in einer Veranstaltung des Schulreferates im Haus de Kirchenkreises ihr viel beachtetes Unterrichtsmodell vor. Die ehemalige Recklinghäuser Grundschullehrerin und Fachleiterin für Evangelische Religionslehre zeigte den Film „Jedes Kind wertschätzen – wie individuelle Lernwege Kinder stark machen“. Am Beispiel des Deutschunterrichts in der Grundschule veranschaulichte der Film die neuen  Lernwege und Methoden der engagierten Pädagogin, die Kinder mit Freude und Interesse lernen lassen und sie als Persönlichkeit stark machen. In Schreibwerkstätten arbeiten die Kinder als Autoren von Kurzgeschichten, falsch geschrieben Wörter werden in der „Wörterklinik“ behandelt und kreatives Schreiben ersetzt das lehrerzentrierte Diktat. In einem klar vorgegebenen Rahmen lernen die Kinder aus eigenem Interesse und aus Neugier, jedes Kind nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten.

Individuelle Lernwege, das Ernstnehmen ihrer Stärken und eine hohe Wertschätzung der Kinder sind leitende Prinzipien. Der Lehrer steht dabei nicht mehr den Schülern frontal gegenüber und führt die Kinder nicht als geschlossene Klasse von Lernschritt zu Lernschritt. Vielmehr bestimmen die Kinder in Leßmanns Unterricht ihr Lerntempo und den Schwierigkeitsgrad ihrer Aufgaben weitgehend selbst. Der Lehrer stellt Material zu Verfügung, berät die Schüler bei der Problemlösung und zeigt Wege auf, Schwächen zu erkennen und durch Übungen zu überwinden. Dabei ist der Unterricht von einer hohen Wertschätzung der Kinder geprägt, intrinsische Motivation und eine hohe soziale Kompetenz zeigen die Kinder in der Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit schon in den ersten Schuljahren. An Hamburger Schulen mit sehr heterogener Schülerschaft hat die Pädagogin mit ihrem veränderten Unterricht innerhalb kurzer Zeit die Freude am Lernen deutlich erhöht, ein positives Klassenklima erzeugt und die Leistungen aller Schüler gesteigert. Heute arbeitet Beate Leßmann am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein.

Der Schulreferent Holm Schüler, der früher zusammen mit Frau Leßmann auch religionspädagogische Materialien veröffentlicht hat, freute sich besonders über die vielen teilnehmenden jungen Lehrerinnen und Lehrer sowie über die engagierte und ernsthafte Diskussion. Die Referentin ist nun schon drei Jahre hintereinander zu Gast in unserem Kirchenkreis und hat für das nächste Jahr schon zugesagt.

Text: hs, Bild:privat
 

Zertifikatsfeier im Haus des Kirchenkreises

Langzeitfortbildungskurs feiert Abschluss
Zertifikatsfeier im Haus des Kirchenkreises

Die Teilnehmerinnen des Langzeitfortbildungskurses

Im Haus des Kirchenkreises erhielten die Teilnehmerinnen des Langzeitfortbildungskurses für Kindergärtnerinnen Ende März 2009 ihr Abschlusszertifikat. Der Kurs trug den Titel "Tradition ist die Bewahrung des Feuers und nicht die Anbetung der Asche“. Im Zeitraum vom 28.04.08 bis 23.03.09 fanden zwölf ganztägige Veranstaltungen statt, in denen sich die Teilnehmerinnen unter der Leitung von Pfr.in Kathrin Alshuth weiterqualifizierten. Im Mittelpunkt des Programms standen die Auseinandersetzung mit der Bedeutung christlicher Feiertage und Ritale sowie deren kindgerechte pädagogische Umsetzung.  Ausserdem gehörten existenzielle Fragen von Abschied, Trauer und Tod und der Dialog mit dem Islam dazu.
Für Kathrin Alshuth kommt es bei dem umfangreichen Fortbildungsprogramm darauf an, das "evangelische Profil der Kindergärten zu schärfen".

Bild: fk, Text:hh

 

Evangelische Stiftung „ernten und säen“ mit erfolgreichem Jahresendspurt

Adventliches Treffen aller Beteiligten in der Friedenskirche am Schiffhebewerk
Evangelische Stiftung „ernten und säen“ mit erfolgreichem Jahresendspurt

Mitglieder des Stiftungsrates und bisherige Stifterinnen und Stifter trafen sich in der Friedenskirche, Datteln

Zu einer erstmaligen Begegnung zwischen den Mitgliedern des Stiftungsrates und den bisherigen Stifterinnen und Stiftern hatte Dr. Ulrike Preuß in die Friedenskirche eingeladen. Die Vorsitzende des Stiftungsrates konnte am 19. Dezember insgesamt 15 Teilnehmer zu einem adventlichen Nachmittag begrüßen. Das Treffen diente dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch über die bisherige Arbeit der Stiftung.

Superintendent Peter Burkowski, kraft seines Amtes Mitglied im Stiftungsrat, hielt zu Beginn eine Andacht über das Paul-Gerhardt-Lied „Ich steh an deiner Krippen hier“: An Weihnachten erleben Menschen, dass sie von Gott Beschenkte sind; unser Geben und Schenken ist immer eine Antwort darauf.

Nach einer Vorstellungsrunde war beim anschließenden Kaffeetrinken reichlich Gelegenheit, sich in vielen Gesprächen weiter kennen zu lernen. Über den Ort dieser Begegnung informierte Eckard Ostrowski, ehrenamtlicher Kirchmeister der Friedenskirche. Diese entstand in der Zeit des Kanalbaus in Datteln und ist nach einem Umbau 2006/07 heute auch Standort der Binnenschiffermission.

Von einem erfolgreichen Endspurt der Stiftung in den letzten Wochen des Jahres 2008 konnte Pfarrer Günter Johnsdorf berichten. Unter dem Dach von „ernten und säen“ wurde noch im Dezember eine Stiftung für gemeindliche Kirchenmusik finanziell ausgestattet, die offizielle Stiftungsgründung folgt im kommenden Frühjahr. Außerdem entstand ein Stiftungsfonds „Frauen in Not“, die Stifterin möchte anonym bleiben. Schließlich wurde die „Brandt-Sperrling-Stiftung“ für christliche Kinder- und Jugendarbeit in Haltern am See deutlich vom Stifterehepaar aufgestockt.

Zusammen mit den bereits im Jahresverlauf neu begründeten Unterstiftungen für „Flüchtlingsarbeit“ und der „Gonda Rose-Stiftung“ für Frauenarbeit in der Kirchengemeinde Herten-Disteln erhöhte sich das Stiftungsvermögen in 2008 um insgesamt 100.000 Euro auf 372.450  Euro. Für die kirchliche Gemeinschaftsstiftung, die erst am Buß- und Bettag 2007 an die Öffentlichkeit trat, ist dies ein erfreuliches Ergebnis, betonte Pfarrer Johnsdorf. Das Startkapital von „ernten und säen“ betrug 200.000 Euro, die von der Kreissynode zur Verfügung gestellt wurden.

Im Frühjahr 2007 konnten auch erstmalig Erträge der Stiftung ausgeschüttet werden. Das durch Streichung der bisherigen Landesmittel in Existenznot geratene Ökumenische Arbeitslosenzentrum Recklinghausen erhielt einen Betrag von 5.000 Euro.

Die Gemeinschaftsstiftung ist jederzeit offen für Zustiftungen und Spenden für die laufende Arbeit. Bei Zustiftungen ab 5.000 Euro haben Stifterinnen und Stifter die Möglichkeit, einen eigenen Stiftungsfonds unter dem Dach von „ernten und säen“ zu begründen. Aus dem weiten Spektrum kirchlicher und diakonischer Aufgaben wird dann der Förderzweck des Stiftungsfonds festgelegt, ebenso seine Bezeichnung. Wenn gewünscht, kann dies auch der eigene Name der Stifter sein. Weitere Informationen gibt es bei Pfarrer Johnsdorf in der „Arbeitsstelle Fundraising“ des Evangelischen Kirchenkreises (Tel. 02361-206241) oder unter www.ernten-und-säen.de

 

Wo geerntet wird, da wird gesät.

Gemeinschaftsstiftung für Diakonie und Kirche 'ernten und säen' bringt erste Früchte
Wo geerntet wird, da wird gesät.

Ulrich Nüsse, Sup. Peter Burkowski, Lena Schäfer, Hedwig Leser, Dr. Ulrike Preuß, Günter Johnsdorf (v.l.n.r.)

„Damit Früchte Frucht bringen“, lautet das Motto der Gemeinschaftsstiftung für Diakonie und Kirche im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen. Die ersten Früchte gehen in Gänze an das Ökumenische Arbeitslosenzentrum Recklinghausen (ÖALZ), das 5.000 Euro aus dem Ertrag durch das Stiftungsvermögen erhält.  „Wir wollen mit unserem Beitrag eine gute Saat ausstreuen und Projekte im Arbeitslosenzentrum fördern“, sagte die Vorsitzende des Stiftungsrates Dr. Ulrike Preuß bei der heutigen Überreichung der Spende. Superintendent Peter Burkowski, der Mitglied des Stiftungsrates ist, wies auf die Spende als Signal in der landespolitischen Diskussion um die Kürzung der Förderung von Arbeitslosenzentren hin. Man wolle weiterhin Menschen, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen seien, eine von der ARGE unabhängige Beratung gewährleisten.

Daher freut sich Pastoralreferentin Hedwig Leser vom Vorstand des Arbeitslosenzentrums sehr über die finanzielle Unterstützung: „Für uns sind 5.000 Euro ganz, ganz viel Geld. Durch die Streichung der Zuschüsse haben wir ab 2008 ein Loch von 10-15.000 Euro jährlich zu füllen. Daher steigen wir jetzt stark in die Spendenakquise ein. Wir hoffen, mit Spenden einen ausgeglichenen Haushalt hinzubekommen“. Ulrich Nüsse, ebenfalls Mitglied des Vorstands des ÖALZ , hofft, dass die Vestische Arbeit (ARGE) weiterhin Beschäftigung auch im Haus des Arbeitsloszentrums fördern möge.

Die Gemeinschaftsstiftung für Diakonie und Kirche ist seit 2007 aktiv. Sie hat die Aufgabe, die kirchliche und diakonische Arbeit im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen zu fördern. Dazu verfügt sie über ein Stiftungskapital von 200.000 Euro. Zusätzlich erhält die Stiftung Erträge aus zweckbezogenen Stiftungsfonds von vier „Unterstiftungen“, die unter dem Dach der Gemeinschaftsstiftung arbeiten. Wer als Privatperson Interesse hat, ein solche „Unterstiftung“ zu gründen, kann dieses Vorhaben bereits ab einer Summe von 5.000 Euro umsetzen.

Weitere Informationen zur Stiftung finden sich unter:  http://kirchenkreis-re.de/ernten-und-saeen

Adresse des Ökumenischen Arbeitslosenzentrums Recklinghausen
Magdalenenstraße 4, 45663 Recklinghausen
Tel.: 02361-996507 FAX: 02361-996548
E-Mail: oealz-re@gmx.de
Leitung: Lena Schäfer

Anfahrtsskizze zum ÖALZ

Bild & Text: hh

Stiftung für Kinder- und Jugendarbeit in Haltern am See

„Brandt-Sperling-Stiftung“ unter dem Dach der kreiskirchlichen Gemeinschaftsstiftung
Stiftung für Kinder- und Jugendarbeit in Haltern am See

Freuten sich über die Zustiftung des Ehepaares Georg Sperling und Gisela Brandt-Sperling (vorn): (v.l.n.r.) Ingrid Balke, Superintendent Peter Burkowski, Dr. Ulrike Preuß, Pfarrerin Regine Vogtmann, Pfarrer Günter Johnsdorf.

KIRCHENKREIS/HALTERN AM SEE – In Zeiten zurückgehender Kirchensteuern sind neue Einnahmequellen für die Arbeit der Gemeinden sehr wichtig. In der Evangelischen Kirchengemeinde Haltern gibt es seit zehn Jahren die sehr erfolgreiche „Aktion Gemeindespende“, die in 2007 ca. 27.000 Euro erbringt, und manch andere Bemühungen. Nunmehr wird eine erste Stiftung einen Arbeitsbereich der Gemeinde dauerhaft unterstützen und fördern.

Am 29. Oktober unterzeichneten Gisela Brandt-Sperling und Georg Sperling im Halterner Gemein-dehaus die „Zustiftungsvereinbarung“. Mit 25.000 Euro stattet das Ehepaar seine „Brandt-Sperling-Stiftung für die Evangelische Kirchengemeinde Haltern“ aus. Mir den Erträgen aus diesem Geld wird die christliche Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde gefördert.

Wir möchten auf diese Weise „dazu beitragen, unsere Kirchengemeinde am Ort zukunftsfest zu machen,“ erläuterte das Stifterehepaar seine Absichten: „Auch unsere Enkel und Urenkel sollen Kirche so erleben können, wie es uns selbst gut getan hat. Die christliche Prägung der nachfolgenden Generationen ist uns ein Herzensanliegen.“

Für die Evangelische Kirchengemeinde Haltern freuten sich Pfarrerin Regine Vogtmann als Vorsitzende des Presbyteriums und Ingrid Balke als Finanzkirchmeisterin über die finanzielle Unterstüt-zung. In ihrem Dankwort machte Regine Vogtmann deutlich, dass die Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde sehr am Herzen liegt und zusätzliche finanzielle Mittel die weitere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen absichern.

Nur kurz suchte das Stifterehepaar nach dem passenden Partner für ihr Vorhaben: „Die Gemeinschaftsstiftung ‚ernten und säen’ für Kirche und Diakonie im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen bietet uns dafür den verlässlichen unbürokratischen Rahmen“. Seitens der Dachstiftung wurde die Vereinbarung von der Vorsitzenden des Stiftungsrates, Dr. Ulrike Preuß, und von Superintendent Peter Burkowski unterschrieben.

Die „Kirchliche Gemeinschaftsstiftung für Kirche und Diakonie im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen“ wurde bereits im Herbst 2005 durch Beschluss der Kreissynode errichtet. „Zweck der Stiftung ist die Förderung der kirchlichen und diakonischen Arbeit“, heißt es in der Präambel der Satzung, als finanziellen Grundstock hat der Kirchenkreis dafür 200.000 Euro zur Verfügung gestellt. Durch Spenden, Vermächtnisse und Zustiftungen können Einzelpersonen und Gruppen das Anliegen der Stiftung unterstützen.

Bei einer Zustiftung ab 5.000 Euro kann ein spezieller Verwendungszweck im großen Spektrum kirchlicher und diakonischer Aufgabenbereiche bestimmt werden, dann kann die Stiftung auch einen eigenen Namen bekommen, zum Beispiel den der Stifter. Die neue „Brandt-Sperling-Stiftung für die Evangelische Kirchengemeinde Haltern“ ist ein Beispiel für die Möglichkeiten der Namens-gebung und Zweckbindung.

Dr. Ulrike Preuß, die Vorsitzende des Stiftungsrates, begrüßte das Stifterehepaar im Kreis derer, die sich unter dem Dach der Gemeinschaftsstiftung engagieren, und stellte das noch druckfrische Informationsblatt der Stiftung vor. Sie tritt nun mit dem Namen „ernten und säen“ und unter dem Motto „Damit Früchte Frucht bringen“ an die Öffentlichkeit. Am Buß- und Bettag (21. November) lädt der Kirchenkreis zu einem Empfang mit einem Vortrag von Dr. Reinhard Höppner (Kirchentagspräsident 2007, früher Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt) in die Gustav-Adolf-Kirche in Recklinghausen ein. In diesem Rahmen soll auch „ernten und säen“, die Gemeinschaftsstiftung für Kirche und Diakonie, einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden.
GJ

Text: Pfarrer Günter Johnsdorf, Ev. Kirchenkreis Recklinghausen, Arbeitsstelle Fundraising
Foto: Ulrich Kamien, Evangelischer Kirchenkreis Recklinghausen

Betriebsbesuch bei Karstadt in Recklinghausen

Das Industrie- und Sozialpfarramt organisierte mit dem Betriebsrat der Karstadt-Filiale in Recklinghausen einen Betriebsbesuch.

In einem spannenden Hintergrundgespräch informierten sich Vertreter der beiden Kirchenkreise Recklinghausen und Bottrop/Gladbeck/Dorsten über die gegenwärtige Situation bei Karstadt in Recklinghausen. Die hiesige Filiale war vertreten durch deren Geschäftsführung, Herrn Baule, und durch den Betriebsrat, Herrn Crämer und Frau Schubert.

Karstadt-Betriebsbesuch

 

Die Karstadt-Holding trennte sich kürzlich von 75 kleineren, um die 89 großen Filialen zu behalten. Zu letzteren gehört auch der Betrieb in Recklinghausen mit seinen 13.000 qm Verkaufsfläche und 210 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.
Wie sich die Umstrukturierungen auf die Beschäftigten auswirken, welche Hoffnungen und Ängste damit verbunden sind, wurde am 20.10.05 mit den Mitgliedern der Industrie- und Sozialausschüsse der beiden Kirchenkreise sowie Pfarrern und Pfarrerinnen beleuchtet.
(Dr. Hans Hubbertz, Industrie- und Sozialpfarramt Recklinghausen)