Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen

Sie sind hier: Startseite / News / „Gottes Wort bleibt in Ewigkeit“

„Gottes Wort bleibt in Ewigkeit“

HALTERN AM SEE Festgottesdienst mit Superintendent und Landesposaunenwart - Zum 100-jährigen Bestehen der Erlöserkirche in Haltern am See hatte die Evangelischen Kirchengemeinde zu einem Festgottesdienst eingeladen. Aus diesem Anlass trafen sich Bläserinnen und Bläser aus dem Kirchenkreis Recklinghausen unter Leitung von Landesposaunenwart Daniel Salinga bereits am Samstag zu einem Kreisbläsertag an der Erlöserkirche, um die Stücke für den Gottesdienst vorzubereiten. Der vielköpfige Bläserchor gestaltete den Festgottesdienst am Sonntag musikalisch.
„Gottes Wort bleibt in Ewigkeit“

Bläserinnen und Bläser des Kirchenkreises unter Leitung von Landesposaunenwart Daniel Salinga gestalteten den Festgottesdienst musikalisch

Pfarrer Karl Henschel konnte in der gut besuchten Erlöserkirche Superintendent Peter Burkowski als Festprediger begrüßen. Burkowski wies in seiner Ansprache auf den Mut der Gemeindeglieder vor 100 Jahren hin, eine solche Kirche zu bauen. Die alte Kirche war zu klein geworden und durch das Voranschreiten des Kohlebergbaus wurde ein weiteres Wachstum an Gemeindegliedern erwartet.  

Der Superintendent zitierte aus einem Bericht von Pfarrer Fiedler aus dem Jahr 1913: „Die neue Kirche, in hervorragend günstiger Lage erbaut, in frühgotischem Stil gehalten, ist mit ihrem hohen schlanken Turm weit und breit sichtbar. Das hohe Kreuzgewölbe im Innern mit den weiten Hallen macht einen imposanten Eindruck. Die Akustik ist vorzüglich.“ Man sei mit der fertig gestellten Kirche zufrieden gewesen, so klingt es aus den Beschreibungen.

Schon damals gab es ein gutes Verhältnis zwischen den beiden großen Konfessionen in Haltern am See. Zahlreiche ‚katholische Honoratioren’ nahmen an der Einweihung der Erlöserkirche teil und der katholische Pfarrer Hellweg wünschte sich in seinem Grußwort, „dass der inzwischen herrschende konfessionelle Friede in Haltern weiter bestehen bleiben möge“. Das ökumenische Miteinander sei weiter gewachsen und kräftig geworden, so der Superintendent.

„Die Menschen, damals wie heute, sollten aufmerksam werden auf diese evangelische Kirche – von außen weit sichtbar: ein Turm als Symbol dafür, dass Gottes Wort in dieser Welt noch existiert; ein Zeichen dafür, dass diese Welt nicht sich selbst überlassen ist und dass die Menschen geborgen sind bei dem, der am Kreuz gestorben ist und die Tiefen des Lebens kennt“, erläuterte Peter Burkowski.

„Gottes Wort bleibt in Ewigkeit“ – so steht am oberen Rand des Taufsteins in der Erlöserkirche zu lesen. „Wenn diese Welt sich auch ändert, wenn die Regierungen und die Weltwirtschaft diese Welt auch durcheinander schütteln, dann erinnert Euch an die Taufe, an Gottes Liebe, die bleibt in allem Wandel dieser Welt. Und wenn Dein Leben aus den Fugen gerät, wenn Du die Orientierung verlierst, beruflich, gesundheitlich, in Deiner Beziehung, dann erinnere Dich an das Wort auf dem Taufstein: ‚Gottes Wort bleibt in Ewigkeit’“, sagte der Superintendent.

„Erlöserkirche Haltern – eine Kirche erinnert an Jesus Christus, den Grund unseres Glaubens, der unser Leben reich macht und der uns bis heute Vertrauen gibt; Vertrauen in eine Zukunft mit Gott, sogar über den Tod hinaus.“ Die Menschen vor 100 Jahren haben zutiefst überzeugt auf das vertraut, was sie glaubten. „Vielleicht wussten unsere Vorfahren noch viel besser als wir heute, dass es zum Gottvertrauen keine Alternative gibt.“

Die Erlöserkirche erinnere auch heute daran, dass der Glaube nicht beliebig und austauschbar ist. „Glaube ist auch Bekenntnis und öffentlich. Wir zeigen auch, was wir glauben. Wir Christinnen und Christen haben einen Standpunkt und eine unerschütterliche Hoffnung“, schloss Burkowski seine Predigt.

Auch ehemalige Pfarrerinnen und Pfarrer, unter ihnen Elke Hadler (Pfarrerin in Dortmund-Lanstrop), Bernd Becker (Superintendent im Kirchenkreis Hagen) oder Jens Nieper (Oberkirchenrat bei der Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover) waren zum Festgottesdienst gekommen. Nach dem Gottesdienst waren alle Gäste noch zu einem Kirch-Café vor der Erlöserkirche eingeladen. Dort bestand die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch.

Bild/Text: uka