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Nur traurig oder schon depressiv? Evangelische Akademie: Dr. Andreas Wolf zu Gast

RECKLINGHAUSEN – Die Evangelische Akademie Recklinghausen lädt am Montag, den 26. September um 19 Uhr zu einem Vortrag mit Dr. Andreas Wolff aus Herten in das Haus des Kirchenkreises in Recklinghausen. Thematisch wird es an diesem Abend um Traurigkeit und Depression gehen und was in diesen Situationen tun kann.
Nur traurig oder schon depressiv? Evangelische Akademie: Dr. Andreas Wolf zu Gast

Dr. Andreas Wolff

Im eigenen Leben kennt jeder Phasen von Traurigkeit und Niedergeschlagenheit. Ursache dafür können eine schwere Erkrankung, der Verlust eines geliebten Menschen oder Konflikte am Arbeitsplatz. Manchmal kann aber auch mehr dahinter stecken. Immer mehr Menschen erkranken an Depressionen. Sie brauchen gezielte Hilfe, um diese Erkrankung zu überwinden.

In seinem Vortrag Dr. Herr Andreas Wolff auf diese Thematik eingehen und sich mit der Abgrenzung zwischen noch gesund und schon krank beschäftigen. In diesem Zusammenhang wird es auch um die Frage gehen, welche präventiven Maßnahmen es gibt und welche Behandlungsmöglichkeiten hier in der Region zur Verfügung stehen.

Dr. Andreas Wolff ist leitender Oberarzt in der LWL-Klinik Herten und in diesem Rahmen zuständig für die Depressionsstation und die Mutter-Kind-Station. Diese Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit der Telefonseelsorge und dem Bündnis gegen Depressionen. Der Eintritt ist frei.

uka

Aufgehoben in einer besonderen Gemeinschaft - Silke Heimann feierte 25-jähriges Dienstjubiläum

KIRCHENKREIS – Auf 25 Jahre im kirchlichen Verwaltungsdienst konnte jetzt Silke Heimann zurückblicken. Die langjährige Verwaltungsmitarbeiterin des gemeinsamen Kreiskirchenamtes hatte im August 1991 ihre Ausbildung zur Kirchlichen Verwaltungsfachangestellten in der damaligen Kreiskirchlichen Verwaltung in Recklinghausen begonnen und ist seit vielen Jahren in der Finanzabteilung tätig. Grund genug, in einer kleinen Feierstunde mit den Kolleginnen und Kollegen „Danke“ zu sagen.
Aufgehoben in einer besonderen Gemeinschaft - Silke Heimann feierte 25-jähriges Dienstjubiläum

Superintendentin Katrin Göckenjan (rechts) und Verwaltungsleiterin Conny Hölig (links) gratulierten Silke Heimann zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum.

„Sie bereichern die Gemeinden im Kirchenkreis mit ihrer lebensfrohen Art“, machte Superintendent Katrin Göckenjan in ihrer Dankesrede deutlich. „Sie haben ein Gespür dafür, warum sie hier arbeiten.“ Göckenjan wünschte der Jubilarin auch für die Zukunft viele gute Begegnungen und „dass Sie spüren, Sie sind aufgehoben in einer besonderen Gemeinschaft.“

Verwaltungsleiterin Conny Hölig hob die vielen besonderen Eigenschaften von Silke Heimann hervor. Sie sei kollegial und teamorientiert, eher unkonventionell, bescheiden, um nur einige zu nennen. Hölig lobte ihre Kompromissfähigkeit und Aufgeschlossenheit und bedankte sich für ihren langjährigen engagierten Einsatz.

Die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Kirchenkreises, Petra Patmanidou wies auf die besonnene Art von Silke Heimann hin und bedankte sich auch für ihre Zeit in der Mitarbeitervertretung. „Ich wünsche Dir noch viele Jahre unter uns.“

Nach dem offiziellen Teil gab es noch reichlich Gelegenheit, Silke Heimann persönlich zu gratulieren und ihr alles Gute zu wünschen.

Text und Foto: uka

 

 

Pfarrkonferenz zum christlich-islamischen Dialog

MARL Mit dem Motto "Wir sind gemeinsam unterwegs, haben aber religiös getrennte Auffassungen" beschrieb Pfarrer Roland Wanke programmatisch, wie der interreligiöse Dialog der beteiligten Akteure im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen verlaufe. Um in den Blick zu nehmen, welche Aktivitäten sich in den beiden Nachbarkirchenkreisen Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen derzeit im Arbeitsfeld des christlich-islamischen Dialogs abzeichnen, traf sich die gemeinsame Pfarrkonferenz der beiden Kirchenkreise in Marl im Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche am Montag, dem 5.9.2016.
Pfarrkonferenz zum christlich-islamischen Dialog

Pfarrer Roland Wanke beschrieb die Erfahrungen im christlich-islamischen Dialog auf der Pfarrkonferenz

  • Kirchenkreis Recklinghausen
Pfarrer Bernhard Stahl berichtete vom Christlich-Islamischen-Arbeitskreis (CIAK) aus Herten, in dem evangelische, katholische und muslimische Bürger und Bürgerinnen engagiert seien. In Herten bestünden z.Z. vier Gemeinden des Islamverbands DITIB*. Die DITIB ist der Dachverband derjenigen türkisch-islamischen Religionsvereine in Deutschland,  die in enger Verbindung mit dem Amt für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei stehen. Die meisten Moscheevereine in Deutschland gehören zum DITIB-Verband. "Die meisten Imame in Deutschland sind DITIB-Vertreter; sie sprechen selten deutsch", beschrieb Stahl seine Erfahrungen. "Daher ist es gut, dass wir in Herten deutsch sprechende Gemeindeleiter haben." Daneben fänden sich in Herten VIKZ-Gemeinden (Verband der Islamischen Kulturzentren e.V), die aus einer eher mystischen Richtung stammten, erläutete Stahl. Sie legten Wert auf religiöse Bildung und betrieben eigene Bildungseinrichtungen in Deutschland. "In der Regel machen wir mit beiden Partner gute Erfahrungen", resümierte Stahl. 
Die CIAK in Herten arbeitete seit 2003 und sei aus einem Schulprojekt hervorgegangen. "Wir entdecken unsere Schätze", sei die durchgängige Erfahrung der Arbeit, so Stahl. Die gemeinsame Arbeit diente von Anfang an dem Kennenlernen mit Besuchen in Kirchen und Moscheen. Zuletzt habe man eine gemeinsame Gedenkveranstaltung zum Bergwerksunglück in Soma im Glashaus durchgeführt; die kam auch bei türkischen Mitbürgern gut an. Aktuell geplant sei ein gemeinsames Friedensgebet im Glashaus der Stadt Herten.  "Vor vierzig Jahren wurden auf Synoden Beauftragte für ausländische Mitbürger eingesetzt, d.h. ein Vorlauf der Dialogarbeit. Von unserem Friedensauftrag her, ist es nötiger den je, auf Frieden hinzuwirken. Dazu haben wir als evangelische Kirche einiges beigetragen", rief Stahl die Zuhörerinnen und Zuhörer auf.
 
Pfarrer Roland Wanke berichtete von der in Marl seit 1984 aktiven christlich-islamische Arbeitsgemeinschaft, die auf ein sog. internationales Frauenfrühstück aus dem Jahr 1979 zurückginge. In Marl fänden sich z.Z. sechs Moscheen; zwei davon gehörten zum Verband DITIB, die  vor zwei Wochen zwei neue Imame bekamen. In Marl arbeite neuerdings ein aus Glabeck stammender Imam bei DITIB. Ein DITIB-Verein plant derzeit im Nordwesten von Marl eine neue Moschee zu bauen. "Es gibt keine Regeln, vieles ist von persönlichen Beziehungen abhängig und von den einzelnen Leuten, die da aktiv sind", berichete Wanke. Seit einiger Zeit gäbe es in Marl zwei arabische Moscheen, die aufgrund der Flüchtlingssituation wachsen. Das sog. 'Abrahamsfest', sei das älteste in Westfalen und beschäftige im Moment den Marler Arbeitskreis: Zahlreiche Veranstaltungen seien geplant, mit einem Auftakt in der Recklinghäuser Synagoge. Das Abrahamsfest ende traditionell mit einem grossem Gastmahl im Rathaus, zu dem drei- bis vierhundert Menschen kämen, um die Darbietungen kultureller Art zu genießen.
Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş e. V. verfüge in Marl ebenfalls über eine eigene Moschee und wurde bis vor kurzem vom Verfassungsschutz beobachtet.
Als Gast wohnte Frau Intisar Saif der Pfarrkonferenz bei, die als  Dipl.-Ing. für Technische Gebäudeausrüstung über berufspädagogische und IT Qualifikationen verfügt und in der Steuerungsgruppe des christlich-islamischen Dialoges mitarbeitet; sie spricht arabisch und kennt sich mit der arabischen Moschee in Marl aus. "Seit 1985 kamen Flüchtlinge aus Libanon nach Krieg nach Marl. Die Gründung der Moschee ging zeitlich einher mit dem jüngsten Krieg in Syrien" erzählte sie. Man habe erreichen können, Christen, Muslime und Jesiden miteinander in Kontakt zu bringen. Ihr Engagement sei aus einer Frauengruppe hervorgegangen; heute arbeite die inzwischen gewachsene Gruppe als Kultur- und Bildungsverein. "Die Sprache und unser kultureller Hintergrund soll den Kindern vermittelt werden", sei das Anliegen der Arbeit des Vereins, so Saif. Roland Wanke machte darauf aufmerksam, dass vor allem Frauen die Flüchtlingsarbeit organisiert hätten und in vielen Fääen Übersetzungsarbeit leisteten, u.a. im Integrationsrat in Marl.
 
Für Recklinghausen erläutete Pfr. i.R. Dr. Jürgen Schwark, die Arbeit des dortigen Christlich-Islamischen Arbeitskreises, der seit 1993 bestünde. Damals ereigneten sich Brandanschläge mit rassistische Motiven auf Ausländer in Solingen. In Recklinghausen seien wie in Marl und Herten die drei grossen Verbände vertreten.
"Im Moment ist ciak fast ein Freundeskreis geworden", so Dr. Schwark. Am 24.9.16 sei die "Nacht der offenen Gotteshäuser" geplant, wo mit drei Bussen, Moschee, Kirche und Synagoge besucht werden könnten. Die Vestischen Strassenbahnen stellten die Busse zur Verfügung. Zuletzt habe man mit fünf Hodschas zusammengearbeitet. Zahlreiche "Zeichen für gutes Vertrauen" seien wahrzunehmen. Geplant ist neue Städtepartnerschaft mit Türkei.
 
  • Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten
Thomas Dreesen, der in der Jugendarbeit in Viligst arbeite, berichtete für den Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten, wo ein christlich-islamischer Dialog seit 2007 bestünde, dessen Wurzeln im Bergbau lägen. Bereits Ende der 70er Jahre habe es VIKZ-Bildungsreisen in die Türkei gegeben, um Dialoge aufzubauen. Zahlreiche Begegnungen mit Schulen und Gewerkschaften prägten die Tradition der Arbeit.
Der VIKZ betreibt in Gladbeck ein Bildungszentrum. Die Moschee  der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş e. V. in Gladbeck sei, so Dreesen, als erste aus  der Beobachtung durch den Verfassungschutz heraus genommen worden. Daneben fände sich Gladbeck ein grosses Alevitisches Zentrum und ausserdem eine marokanisch-stämmige Gemeinde, die strikte Geschlechtertrennung durchführe.
Bottrop habe seit langer Zeit zwei DITIB-Gemeinden, die aus der Bergbautradition seit dem im interreligiösen Dialog stünden. Der gemeinsame Haldengottesdienst liefe seit 15 Jahren unter Beteiligung der Imame. Seit 1998 gestalte man einen sog. Nachbarschaftstag mit Rundreisen durch verschiedene Gotteshäuser. Das Gülenzentrum in Bottrop ist nach den aktuellen Putschgerüchten in der Türkei in die Krise geraten. Gekoppelt an die Bottroper Martinskirche werde die Nacht der offenen Gotteshäuser gefeiert, die aus dem Kulturhauptstattjahr 2010 hervorgegangen sei. 
In Dorsten fände man ebenfalls ein VIKZ-Bildungszentrum und eine DITIB-Moschee. 
 
Darüber hinaus seien Vertreter und Vertreterinnen aus den Städten Datteln und Oer-Erkenschwick  in CIAK- Arbeitskreis beteiligt, ergänzte Roland Wanke die Rundumschau in den beiden Kirchenkreisen.
 
Pfarrer Ingo Janzen schilderte der Pfarrkonferenz die Arbeit im Abrahamshaus in Marl. Man lade vor allem Grundschulen ein, wo Christen und Muslime sich selbst vorstellten. Ingo Janzen: "Kinder können haptisch daran teilhaben, wo Religion den ganzen Menschen berührt." Ein interreligiöses Team könne Gruppen von 15-20 Leute empfangen, die in eine Wohnung im Kolpinghaus kommen könnten, wo das Abrahamshaus derzeit untergebracht sei..
 
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Text/Bild: hh

Ein Tag für Presbyter - Gemeindeälteste nehmen Seelsorge in den Blick

Gladbeck – Zum dritten Mal in Folge hatten jetzt die Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen zu einem gemeinsamen Presbytertag eingeladen. Im Gemeindezentrum an der St.Stephani-Kirche in Gladbeck-Zweckel beschäftigten sich die Gemeindeältesten im Plenum und in sieben Workshops mit den Themen „Seelsorge“ und „Leitung“.
Ein Tag für Presbyter - Gemeindeälteste nehmen Seelsorge in den Blick

Besucher und Besucherinnen des Presbytertags zur Seelsorge

„Die Presbyterinnen und Presbyter sollen ihre Aufgaben als ehrenamtlich tätige Leitende in Bezug auf die Seelsorge kennen lernen und konkrete inhaltliche Handlungs-Impulse zur Weiterarbeit mit in ihre Kirchengemeinden nehmen“, fasste Superintendent Dietmar Chudaska, Gladbeck, die Ziele des Presbytertages zusammen. Denn Seelsorge und Leitung zählten schließlich zum Kerngeschäft der Kirche.
 
In ihrem Impulsreferat zum Auftakt der Tagung erinnerte die Recklinghäuser Superintendentin Katrin Göckenjan an den Absturz der Germanwingsmaschine im letzten Jahr. In den schweren Tagen nach der Katastrophe seien die Menschen froh gewesen über die „Profis von der Kirche“. „Notfallseelsorge und die Seelsorge im Alltag der Menschen haben hier in besonderer Weise zusammengewirkt“, sagte Göckenjan. Sie hätten den Menschen in der Stadtgesellschaft – längst nicht nur Kirchenmitgliedern – geholfen, in einer Situation äußerster Ohnmacht ihren Weg zurück ins Leben zu finden. Die Erwartungen der Gesellschaft an die Kirche seinen hoch, zeigte sich die Superintendentin überzeugt. Begleitung, ethischer Rat und Anwaltschaft für Menschen in Krisen, öffentliche Äußerungen, Rituale und Gesten seien gefragt.
 
„Vor dem Hintergrund sinkender Kirchenmitgliederzahlen verringern sich aber auch die finanziellen und personellen Möglichkeiten, Seelsorge professionell aufzustellen“, gab die Superintendentin zu bedenken. „Wir Verantwortlichen sind dennoch gefordert, dafür zu sorgen, dass Seelsorge präsent und Seelsorgende für die Menschen erreichbar sind. Wir müssen die notwendigen Ressourcen aufbringen und dann konzentriert und gezielt einsetzen.“ Dies sei die Aufgabe aller Gemeindemitglieder, insbesondere jedoch die der PfarrerInnen und der PresybyterInnen. 
Um Seelsorge als Kernaufgabe angemessen wahrnehmen zu können, müssten die Gemeinden vor Ort sie als Teil ihrer Gemeindekonzeption verbindlich beschreiben. Dabei werde es Schwerpunkte geben, weil in einem Stadtteil oder in einer Stadt unterschiedliche soziale Lagen und demografische Entwicklungen besonders herausfordern, so Göckenjan. Vor diesem Hintergrund sollten gemeinsame Dienste in den Kirchenkreisen das seelsorgerliche Handeln der Kirchengemeinden unterstützen.
 
Beispiele für bereits vorhandene Angebote in der Seelsorge in den beiden Kirchenkreisen lernten die Teilnehmenden des Presbytertages in sieben Workshops kennen. Die jeweils Verantwortlichen aus Kirche und Diakonie stellten die Seelsorge an kranken, kranken und an Menschen an den Rändern der Sozialsysteme vor, informierten über die Seelsorge in Trauer- und Sterbesituationen, in Familiensystemen, in biografischen Krisensituationen und bei pflegenden Angehörigen.
Einig waren sich Haupt- und Ehrenamtliche am Ende der Tagung, dass mehr Menschen für die ehrenamtliche Seelsorge gewonnen, ausgebildet und begleitet werden müssten. So müssten bereits vorhandene Kurse für Interessierte für den Hospizdienst, in der Telefon- und Notfallseelsorge sowie im Besuchsdienst in den Krankenhäusern konsequent vernetzt und aufeinander bezogen werden, lautete die Bilanz.
 
Bild/Text: Bu

„Man muss ja was fürs Rückgrat tun“ - Verabschiedung - Ralf Dinand in den Ruhestand verabschiedet

KIRCHENKREIS – Mit einem gemeinsamen Beisammensein von Kolleginnen und Kollegen sowie langjährigen Weggefährten wurde Ralf Dinand in den (Vor)Ruhestand verabschiedet. Der langjährige pädagogische Mitarbeiter des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen kann auf 26 Jahre im kirchlichen Dienst zurückblicken. Bevor er als Jugendreferent in der Kirchengemeinde Haltern anfing, hat Ralf Dinand gefährdete Jugendliche im Schichtdienst betreut.
„Man muss ja was fürs Rückgrat tun“  - Verabschiedung - Ralf Dinand in den Ruhestand verabschiedet

Superintendentin Katrin Göckenjan überreichte Ralf Dinand zum Abschied unter anderem einen guten Tropfen.

Von Haltern wechselte er ins legendäre „Syno“, dem Synodaljugendpfarramt des Kirchenkreises Recklinghausen. Den Abschluss bildete seine Zeit als Referent für Erwachsenenbildung. 
 
„Man muss ja was fürs Rückgrat tun“, lautete die Devise von Ralf Dinand für seine intensive Beschäftigung mit der Gedenkstättenpädagogik. Jugendliche und Erwachsene fahren in die ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz oder Ravensbrück, lernen die Geschichten der Menschen kennen, die dort gelitten haben und gestorben sind und setzen sich mit den Motiven der Täter auseinander. Und sie erfahren, wie es dennoch gelingen kann, Widerstand zu leisten. 
 
„Etwas fürs Rückgrat tun. Das ist eigentlich eine schöne Beschreibung dafür, was evangelische Bildungsarbeit leisten kann und soll“, machte Superintendentin Katrin Göckenjan in ihrer Ansprache deutlich. Etwas dafür tun, dass Menschen die Geschichte kennen und sich ein eigenes Urteil bilden können. Dafür sorgen, dass Begegnungen stattfinden mit Menschen, die erzählen und diskutieren können. Und das diese Begegnungen helfen, mit anderen Menschen aufrecht und menschenfreundlich umzugehen. 
 
Im „Syno“ hat Ralf Dinand die Hauptamtlichen in der Jugendarbeit durch Fortbildungen für ihre Arbeit gestärkt und war zugleich „Anlaufstelle für Jugendliche, die bei Ihnen ein offenes Ohr fanden“. In der Erwachsenenbildung betreute Dinand einen „Gemischtwarenladen“, wie er es nannte. „Sie haben viele Projekte organisiert und begleitet: die Evangelische Akademie, „Kirche und Kino“ und das Kirchliche Filmfestival, die Evangelischen Kirchentage und eben die Reisen zu den Gedenkstätten.“ Dazu kamen viele Hilfestellungen für Gemeinden in der Organisation und Abrechnung von Projekten in der Erwachsenenbildung. Und zum Abschluss hat er noch die landeskirchliche Visitation vorbereitet und koordiniert. 
 
Die Superintendentin dankte Ralf Dinand von ganzem Herzen. „Sie sind keiner, der die eigenen Leistungen und Beiträge an die große Glocke hängt, im Gegenteil.“ Dinand habe vor und vor allem hinter den Kulissen viel dazu getan, um „Menschen den Rücken zu stärken für den aufrechten Gang durchs Leben“. „Möge Gottes Segen Sie geleiten“, so Göckenjan.
 
Pfarrerin Antje Rösener, Geschäftsführerin des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Westfalen-Lippe hob das besondere organisatorische Talent von Ralf Dinand hervor. Drei Jahre war er auch Mitglied im Vorstand des Erwachsenenbildungswerkes. Rösener lobte die starke und innovative Arbeit der Erwachsenenbildung im Gestaltungsraum.
 
Pfarrer Thomas Damm verglich sich und Ralf Dinand mit den „Blues Brothers“. „Wir sind gemeinsam im Auftrag des Herrn unterwegs gewesen.“ Er dankte ihm für die letzten acht gemeinsamen Jahre in der Bildungs- und Kulturarbeit: in der Akademie, bei „Kirche und Kino“ und dem Kirchlichen Filmfestival.
 
Sie sei ein bisschen neidisch, meinte Petra Patmanidou, die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Kirchenkreises Recklinghausen. Ralf Dinand könne jetzt seinen Hobbies nachgehen, viel lesen, viel Zeit mit der Familie verbringen, verstärkt Kontakte pflegen. Für seine Zukunft wünschte sie ihm Glück, Freude und Gesundheit. 
 
Er gehe mit einem weinenden und einem lachendem Auge, sagte Ralf Dinand in seinem Schlusswort. Er freue sich, dass aus den verschiedenen Stationen seines beruflichen Lebens Menschen zu seiner Verabschiedung gekommen sind und dankte für die gemeinsame Zeit. Nicht vermissen werde er die teilweise ermüdende Gremienarbeit. Wichtig waren ihm die Gelegenheiten zu persönlichen Gesprächen. „Auch die Kirchentage waren immer eine Bereicherung, persönlich, aber auch für die kirchliche Arbeit im Alltag.“ Den Kolleginnen und Kollegen, die noch weiter arbeiten müssten, wünsche er alles Gute, sagte er zum Abschluss mit einem Augenzwinkern. Nach dem offiziellen Teil gab es noch genügend Gelegenheit, sich persönlich von Ralf Dinand zu verabschieden. 
 
Text und Foto: uka
 

Erfassung der Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum im Kirchenkreis

KIRCHENKREIS Mit einem eigenen Formular können bis zum 7. September 2016 die im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen geplanten Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum erfasst werden. Alle Gemeinden und Dienste sind aufgerufen, ihre Veranstaltungen für ein gemeinsames Poster und eine Broschüre für die Monate Oktober 2016 bis März 2017 einzuspeisen.
Erfassung der Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum im Kirchenkreis

einfach frei/ekvw

Für die Erfassung liegt ein eigenes WEBFORMULAR vor, in das die Daten bequem ohne Login eingegeben werden können. 

Wer Bilder zu seiner Veranstaltung in der Broschüre publizieren möchte, kann diese per Mail senden an hans.hubbertz@kk-ekvw.de

Die Mediothek des Kirchenkreises in neuen Räumen

KIRCHENKREIS „Hier ist es aber schön“ war der einhellige Kommentar von 34 Lehrerinnen und Lehrern, als sie die neuen Räume der Mediothek betraten. Sie nahmen an einem Ferien-Seminar zur Sichtung neuer Medien und Unterrichtsmaterialien teil.
Die Mediothek des Kirchenkreises in neuen Räumen

Schulreferent Holm Schüler, Lena Brawand und Gabriele Krause (v.r.) (Foto: Anne Maletzki)

Durch die Zusammenlegung der Verwaltungen im Gestaltungsraum war der Umzug in das ehemalige Ladenlokal Reitzensteinstraße 10 in Recklinghausen notwendig geworden. Die größeren, lichtdurchfluteten Räume mit einem Computerarbeitsplatz für Besucher, einem Konferenztisch mit technischer Ausstattung und einer Küche mit Kaffeeautomat, ermöglichen neben der Ausleihe von Materialien, Möglichkeiten der Begegnung, noch intensiverer Beratung und kleinerer Seminare. Leiterin der Mediothek Gabriele Krause: „ Die Räumlichkeiten haben in den ersten Wochen schon ihre Vorzüge gezeigt: Sie laden zum längeren Verweilen ein, dazu,  Materialien intensiver zu studieren, gemeinsam Unterrichtsvorhaben und Gemeindeprojekte zu planen und mitanderen ins Gespräch zu kommen.“

Trotz der neuen Medien und des Internets steigen die Ausleih- und Nutzerzahlen der Mediothek. Schulreferent Holm Schüler erklärt sich dies durch die kompetente und verantwortliche Unterrichtsplanung der Lehrerinnen und Lehrer und der Gemeindemitarbeiter: „ In der heutigen Medienüberflutung suchen Pädagogen nach einer kritischen Auswahl geeigneter Materialien und Filme und nach Hinweisen zu deren Einsatz im Unterricht durch Medienexperten.“ Aber auch die traditionellen Materialien erleben eine Renaissance. Bildtafeln, Kultgegenstände der verschiedenen Religionen und Themenkoffer, zum Beispiel zu Martin Luther, sind ,,heiß begehrt“  und müssen für einen Einsatz rechtzeitig vorbestellt werden. Es existiert im ,,virtuellen Zeitalter“ offensichtlich eine Sehnsucht nach Dingen, die man in die Hand nehmen und berühren und damit intensiv wahrnehmen kann.

Die Mediothek ist telefonisch unter der Nummer 02361 206-103 zu erreichen.

E-Mail: Gabriele.Krause@kk-ekvw.de

Die Öffnungszeiten sind: montags und donnerstags   13:00 – 17:00

                                              dienstags und mittwochs    10:00 – 14:00

                                               freitags                                   geschlossen

"Bibleface": Selfies und Verse aus der Lutherbibel

KIRCHENKREIS Eine interaktive Installation zum Reformationsjubiläum bietet der Ev. Kirchenkreis Recklinghausen an: Das Internet-Projekt 'BibleFace' ermöglicht, in der reformatorischen Tradition dem protestantischen Individuum eine moderne Ausdrucksmöglichkeit für Glaubensaussagen zu geben und dafür visuelle Umsetzungen mit ästhetisch ansprechenden Ergebnisse zu liefern.
"Bibleface": Selfies und Verse aus der Lutherbibel

Screenshot der Galerie von BibleFace

Es kann von jedem für eigene Zwecke genutzt werden und ist womöglich nicht nur in der Konfirmanden- und Jugendarbeit, sondern auch für Erwachsene interessant. Man kann damit Druckvorlagen für Einladungskarten, T-Shirt-Drucke, Mini-Poster, digitale Bilderrahmen u.a. erzeugen. 
 
Interaktiv lassen sich einzelne Verse aus der Lutherbibel aussuchen, die mit hochzuladenden Selfies zu neuen Portraits verrechnet werden. Steht man nah vor dem Bild, erkennt man den lesbaren Text, - weiter weg, wird das Portraitbild sichtbar, das sich aus dem Text als Schriftbild zusammensetzt.
 
Auf der Webseite http://www.bibleface.de können Sie sehen, wie es funktioniert: Man kann per Webbrowser über Handy und PC auf die Website gehen, dort Selfie-Bibeltext-Kombinationen generieren und in eine Galerie hochladen. Den Auflauf zeigt ein Video auf Youtube.
Die auf BibleFace gesammelten Bild-Schrift-Portraits werden hier bei uns im Kirchenkreis auf großen 55''-Zoll-Monitoren dargestellt; ein Youtube-Video demonstriert, wie das Ganze wirkt.

Die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart und die Cansteinsche Bibelanstalt fördern das Projekt, indem sie den softwareseitigen Zugang zur aktuellen Lutherbibel bereit stellen. Es ist geplant, die neue Bibelübersetzung ebenfalls in das Projekt Bibleface einzubeziehen. 
 
In Kürze sollen vier Stahlrahmen in einer Höhe von 1,80 m gebaut werden, die die Monitore halten und als Quader gestellt werden sollen. Im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen wird die Installation im Kontext unserer Aktivitäten zum Reformationsjubiläum in Gemeinden und öffentlichen Räumen eingesetzt.
 
Weitere Hinweise finden sich auf http://www.bibleface.de
 
 
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Hans Hubbertz, Tel. 02361/206-109.
 

„Nur was ich im Gedächtnis behalte, ist Vergangenheit“

KIRCHENKREIS Eine Studienreise führte in das Baltikum als ehemaliges Zentrum jüdischer Kultur - Den Geist des baltischen Sprichworts „Bedenke was du verlieren kannst, dann wirst du verschmerzen, was du noch nicht erworben hast“ spürten die 48 Teilnehmer der Studienreise „Baltikum als ehemaliges Zentrum jüdischer Kultur“ auf Schritt und Tritt. Die gewonnene Freiheit und Autonomie macht die Bewohner Litauens, Lettlands und Estlands stolz und selbstbewusst. Das Wissen um ihre oft fremdbestimmte Vergangenheit lässt sie bescheiden und umsichtig sein.
„Nur was ich im Gedächtnis behalte, ist Vergangenheit“

Gedenktafel für die aus Recklinghausen deportierten Juden (Foto: Gerda E.H. Koch)

Beeindruckt waren die Teilnehmer der vom Schulreferat, der Gesellschaft für christlich-jüdischen Zusammenarbeit und der GEE (Pädagogische Akademie) in Kooperation mit der Auslandsgesellschaft NRW veranstalteten Studienreise von der Gastfreundschaft, den aufwändig restaurierten Städten, aber auch negativ von den deutschen Spuren des Nationalsozialismus.
Die Reise führte bis Kiel mit dem Bus, der von dem ehemaligen Schulreferenten Pfarrer Paul Blätgen gesteuert wurde. Dann ging es mit der Fähre vorbei an Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, und der Kurischen Nehrung nach Klaipeda in Litauen. Hier waren das Thomas-Mann-Haus und in Kaunas das IX. Fort, eine Gedenkstätte für Opfer stalinistischer Verfolgung und des nationalsozialistischen Massenmordes, lohnende Ziele. Dabei fiel auf, dass in den Gedenkstätten im Baltikum schwerpunktmäßig Personen hervorgehoben und gewürdigt werden, die andere gerettet haben und so zu (von Israels nationaler Gedenkstätte Yad Vashem anerkannten und ausgezeichneten) „Gerechten unter den Völkern“ wurden.
Wie stark Deutschland mit der Geschichte des Baltikums verwoben ist, machte auch der Besuch eines deutschen Soldatenfriedhofs deutlich, auf dem der Schwiegervater eines Reiseteilnehmers beerdigt ist. In dem eindrucksvollen Dom von Riga nahm die Gruppe an dem deutschsprachigen Gottesdienst teil und kam mit Vertretern der kleinen Gemeinde über die Rolle der Evangelischen Kirche in Lettland ins Gespräch.
Sehr unterschiedlich sprachen die drei Holocaust-Gedenkstätten Salaspils, Rumbula und Bikernieki die Emotionen der Teilnehmer an. Letzte überzeugte in ihrer Schlichtheit. Zahlreiche aufrecht stehende Steine und Granitplatten mit Städtenamen erinnern an die Herkunft der über 25.000 an dieser Stelle ermordeten Juden. „Diese Steine sind ein Schrei der schuldlos Getöteten“, mahnten die im Riga-Komitee zusammengeschlossenen Städte und Gestalter der Gedenkstätte. Nachdenklich blieben die Teilnehmer an den Platten mit der Aufschrift „Recklinghausen“, „Haltern am See“ und „Marl“ stehen. Viele Juden aus unserer Region wurden nach Riga deportiert. In einer Andacht erinnerte das Vorstandsmitglied des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Gerda E.H. Koch, am dortigen Mahnmal an die Leiden der Menschen und die Schuld der Täter. Mit einem gemeinsam gesungenen jüdischen Lied, dessen Text von einer jungen Jüdin im Widerstand stammt und einem Gebet bekundete die Reisegruppe ihren Willen, entschieden gegen jede Form des Rassismus und Antisemitismus aufzustehen.
Hoffnungsvoll war auf der letzten Etappe in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, der Besuch einer lebendigen jüdischen Gemeinde mit einer neu gebauten Synagoge und eigener Schule, an der auch viele nicht-jüdische Kinder unterrichtet werden.
Auch weiterhin wird das Schulreferat in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern dem Thema Gedenkkultur und Holocaust-Education Raum geben, gerade auch mit Blick auf die jungen Lehrerinnen und Lehrer. Für den Schulreferenten Holm Schüler ist dabei das Zitat des polnischen Schriftstellers Andrzej Szczypiorski leitend: „Nur was ich im Gedächtnis behalte, ist Vergangenheit – alles andere gibt es nicht mehr.“
 
 

Ökumenische Andacht und "BlinkenReformation" am Abend des Reformationstages

KIRCHENKREIS Die Reformation im Jahre 1517 ist die Geburtsstunde der Evangelischen Kirche. Welche Sätze von Reformatoren und Reformatorinnen haben für Sie noch heute Aussagekraft? Kennen Sie Kernsätze aus der Zeit der Reformation, mit denen Sie aktuell etwas verbinden? Gibt es neben den "Klassikern" Luther, Calvin und Zwingli Personen, die für Sie einprägsame Sätze oder Liedstrophen formulierten?
Ökumenische Andacht und "BlinkenReformation" am Abend des Reformationstages

Laserprojektion auf St. Peter

Solche Sätze wollen wir sammeln und am diesjährigen Reformationstag, dem 31.10.2016, ab 20.30 h öffentlich als Statements einzelner Personen mit einer Laserprojektion präsentieren:

 

Auf der Fassade der katholischen Stadtkirche St. Peter in Recklinghausen sollen ausgewählte Zitate von Reformatoren und Reformatorinnen per Laser gezeigt werden. Die Laserprojektion läuft als Sonderveranstaltung während "Recklinghausen leuchtet" und schließt an eine ökumenische Andacht in St. Peter in der Recklinghäuser Innenstadt an, die um 20 Uhr beginnt. 

 

Bürgermeister Christoph Tesche eröffnet „BlinkenReformation“ im Anschluss an eine Andacht, die Superintendentin Katrin Göckenjan und Propst Jürgen Quante halten werden. Chorgesänge und ein Posaunenchor begleiten das Ganze musikalisch. Auf dem Kirchplatz werden den Besucherinnen und Besuchern Brot und Wein gereicht.

 

Die Gemeindemitglieder im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen und der katholischen Gemeinden werden hiermit aufgerufen, Textstellen mit Quellenangaben über ein Webformular in eine Sammlung zu schicken.

Die Webadresse zur Eingabe lautet: goo.gl/SEY7Jy oder  http://tiny.cc/qttpcy 

 

Die Zitate werden danach zur Abstimmung gestellt. Diejenigen, die die Mehrheit der Voten bekommen, werden am Abend des Reformationstages mit einem Hochleistungslaser projiziert. Alle weiteren stellen wir auf einer Webseite zu dieser Aktion dar. Ein Redaktionsteam bereitet die Zitatauswahl vor.

 

Bitte geben Sie die genaue Quelle Ihres Zitates einer Reformatorin oder eines Reformators an, wenn Sie ihr Zitat absenden!

 

Text/Bild: hh

Die Krone der Schöpfung - Poesiegottesdienst in der Pauluskirche

MARL Am kommenden Sonntag, 31. Juli, findet um 11 Uhr in der Pauluskirche (Römerstr. 57, Marl) ein Poesiegottesdienst statt. Eine Reihe von Gedichten prägen diese liturgische Feier. Sie kreisen inhaltlich um die Schöpfung, in der wir leben; um die Frage, wie wir einen gesunden Lebensrhythmus finden können, und wer oder was eigentlich die sogenannte „Krone der Schöpfung“ ist.
Der Mensch, wie bisher angenommen, kann es ja wohl nicht sein, wenn man sich sein Wirken in der belebten und  unbelebten Natur ansieht. Oder?!
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, auch über die Grenzen von Konfessionen und Weltanschauungen hinaus.
Den Gottesdienst gestalten Pfarrer Thomas Damm und Team. 

Asylrechtsschulung mit Rechtsanwältin Gudrun Galster.

KIRCHENKREIS Mittwoch, den 27. Juli 2016, 18.00 – 20.00 Uhr, findet in der Flüchtlingsunterkunft im ehem. Kreiswehrersatzamt, Elper Weg / Limperstraße, 45657 Recklinghausen (Eingang von der Limperstraße aus) die nächste Asylrechtsschulung mit der Rechtsanwältin Gudrun Galster statt.
Bitte beachten Sie / beachtet den neuen Ort  und die alte Zeit!

Von der Limperstraße aus betreten Sie den Hof. Halten Sie sich dann links. 
Nehmen Sie auf der linken Seite die Tür zu den Verwaltungsräumen. Dort findet die Schulung statt. 
Einen herzlichen Dank an den Leiter der Flüchtlingsunterkunft, Johannes Schildknecht, der den Raum zur Verfügung stellt. 

Zuwachs für das Archiv des Kirchenkreises

KIRCHENKREIS – Die zwölf Gästebücher mit vielen Fotos aus seiner langen Zeit als Vorsitzender der Evangelischen Akademie Recklinghausen hat Peter R. Seeber bereits an das Archiv des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen übergeben.
Zuwachs für das Archiv des Kirchenkreises

Pfarrer i.R. Peter R. Seeber (links) und Pfarrer i.R. Klaus Wöhrmann.

Nun überbrachte der Pfarrer im Ruhestand dem kreiskirchlichen Archivpfleger Pfarrer i.R. Klaus Wöhrmann einen Ordner mit zahlreichen Fotos vom Matthäus-Haus in Hochlar: vom Bau des Gemeindezentrums 1985 bis 1987 sowie von vielen Veranstaltungen, die in den zwölf Jahren bis zu seinem Ruhestand 1999 dort stattgefunden haben.

Dazu hatte Peter R. Seeber noch eine Besonderheit dabei: ein Buch über den Recklinghäuser Stadtteil Hochlar mit dem Titel „Hochlar – eine Ortsgeschichte“. An dem Band, der 2004 erschienen ist, haben neben ihm u.a. auch seine Frau Edelgard und Doris Thomann, die ehemalige Leiterin der Liegenschaftsabteilung der Kreiskirchlichen Verwaltung mitgearbeitet. Darin enthalten ist ein sehr umfangreicher Aufsatz mit vielen Fotos zum Matthäus-Haus.

Pfarrer i.R. Klaus Wöhrmann freute sich über den Zuwachs an diesen besonderen Unterlagen für das kreiskirchliche Archiv, die auch für andere von Interesse sein könnten.

Text: uka/ Bild: tb

„Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ - Starterkonferenz „Sprach-Kitas“ in Essen

KIRCHENKREIS – Anfang diesen Jahres startete das neue Bundesprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist!“ Aus dem Kita-Verbund des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen haben zwei Einrichtungen den Zuschlag erhalten, sich am Programm zu beteiligen: der Lutherkindergarten, evangelische Kita und Familienzentrum NRW aus Recklinghausen-Süd und der Kindergarten Paulinchen, evangelische Kita und Familienzentrum NRW aus Marl. Beide Kindergärten waren bereits in der ersten Förderphase ab 2012 beteiligt.
„Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ - Starterkonferenz „Sprach-Kitas“ in Essen

Freuen sich auf die Umsetzung des Bundesprogramms:(v.l.) Sabine Meyer-Tebeek (Leiterin Kiga Paulinchen), Sabrina Möhler (Leiterin Lutherkindergarten), Melike Savas (Sprachförderkraft Kiga Paulinchen), Bahar Naz (Sprachförderkraft Lutherkindergarten)

Durch je eine zusätzliche Erzieherin, mit dem Schwerpunkt Sprachbildung und Spracherwerb können besonders Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache unterstützt werden. Diese Stellen werden mit einem zusätzlichen Finanzbudget durch das Bundesministerium gefördert.

Die Sprachförderkräfte haben sich durch Fortbildungen qualifiziert und unterstützten und beraten die Sprach-Kita-Teams vor allem in drei Bereichen:

-          bei der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung
-          bei der inklusiven Pädagogik und
-          bei der Zusammenarbeit mit den Familien

Im Bundesprogramm ist außerdem eine halbe Stelle für eine zusätzliche trägerübergreifende Fachberatung vorgesehen, die beim Jugendamt Recklinghausen beschäftigt ist. Sie berät, unterstützt und begleitet jeweils mehrere Sprach-Kitas in der Region.

Bei der Starterkonferenz „Sprach-Kitas“ in Essen wurden die Kita-Leitungen, die Sprachförderkräfte und die Fachberatungen in das Bundesprogramm „Sprach-Kita“ – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist!“ eingeführt und erhielten erste Hinweise und Materialien zur Umsetzung des Programms.

Text: SMT/ Foto: privat

Würdigung ehrenamtlichen Engagements - Verleihung der großen Stadtplakette an Pfarrer i.R. Dr. Jürgen Schwark

RECKLINGHAUSEN – Um die Verdienste ehrenamtlichen Engagements zu würdigen, hat der Rat der Stadt Recklinghausen die Verleihung der Großen Stadtplakette an vier Recklinghäuser Bürgerinnen und Bürger beschlossen. Nur zwölf lebende Trägerinnen und Träger der Plakette darf es geben, z.Z. sind es noch vier: Bernhard Enning, Peter Borggraefe, Bernhard Lübbering und Theodor Uhländer.
Würdigung ehrenamtlichen Engagements - Verleihung der  großen Stadtplakette an Pfarrer i.R. Dr. Jürgen Schwark

Erhielten von Bürgermeister Christoph Tesche (links) die Große Stadtplakette der Stadt Recklinghausen: (v.l.) Tela Klitschke, Pfarrer i.R. Dr. Jürgen Schwark, Maria Henriette Voß und Wilhelm Burrichter.

Im Rahmen einer Festsitzung des Rates der Stadt Recklinghausen wurde Pfarrer i.R. Dr. Jürgen Schwark, Tela Kitschke, Maria Henriette Voß und Wilhelm Burrichter durch Bürgermeister Christoph Tesche die Große Stadtplakette der Stadt Recklinghausen verliehen. 
 
Pfarrer i.R. Dr. Jürgen Schwark engagiert sich seit Jahrzehnten in der Aussöhnung und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden und später auch im christlich-islamischen Dialog in Recklinghausen. Dabei hat er sich große Verdienste erworben. Er war einer der Mitinitiatoren der Partnerschaft zwischen Recklinghausen und Akko in Israel. 
 
Auch die anderen drei Geehrten sind seit Jahrzehnten in ihren Bereichen aktiv: Tela Klitschke in der Frauenpolitik und für die Gleichberechtigung, Maria Henriette Voß im Dienst der Eine-Welt-Idee und der Weltgerechtigkeit und Wilhelm Burrichter im Sportbereich. Er war mehr als 20 Jahre Vorsitzender der SG Suderwich und späterer Präsident des Kreissportbundes. 
 
Die Große Stadtplakette wurde mit einer Ehrenurkunde durch den Bürgermeister überreicht. Die Fraktionen richteten ein Grußwort an die Geehrten. Für den musikalischen Rahmen sorgten Katharina Götze und Julian Hugo. Nach der Verleihung folgte die Eintragung in das „Goldene Buch“ der Stadt Recklinghausen. Beim anschließenden Sektempfang bestand noch die Möglichkeit zur persönlichen Gratulation.
 
Text:uka/Bild:kg

Gemeinsame Verwaltung an einem Standort - Kreiskirchenamt mit allen Bereichen in Recklinghausen

RECKLINGHAUSEN – Seit 2011 nimmt das Kreiskirchenamt für die Evangelischen Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen (vormals Kreiskirchliche Verwaltung) die Grundaufgaben der Verwaltung für die beiden Kirchenkreise wahr.
Gemeinsame Verwaltung an einem Standort -  Kreiskirchenamt mit allen Bereichen in Recklinghausen

Mit einem versierten Unternehmen wurde der Umzug von Gladbeck nach Recklinghausen bewältigt.

Das Kreiskirchenamt berät die Kirchengemeinden und die Kirchenkreise mit ihren Einrichtungen und bereitet die Beschlüsse für die Leitungsgremien vor. Sie unterstützt die Presbyterien und die Kreissynodalvorstände.

Fünf Jahre nach der formalen Vereinigung der beiden vormals eigenständigen Kreiskirchenämter der beiden Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen sind die verschiedenen Abteilungen an einem Standort zusammen gefasst worden. Im Rahmen einer Standortanalyse erwies sich der Standort in Recklinghausen als zentraler und logistisch guter, zukünftiger gemeinsamer Dienstsitz.

Dafür ist man im Haus des Kirchenkreises an der Limperstraße in Recklinghausen zusammengerückt. Nachdem sich Kirchenkreis, Kreiskirchenamt, Diakonie und Kirchengemeinde Recklinghausen-Altstadt gemeinsam auf ein neues Raumkonzept geeinigt hatten, konnten die Umbaumaßnahmen beginnen. „Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals für die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit bedanken“, betonte Verwaltungsleiterin Conny Hölig.

Einige Umzüge begannen bereits Anfang des Jahres. Aufgrund der guten Planung sowie der reibungslosen Umsetzung aller Maßnahmen, die zur Vorbereitung und Durchführung der Umzüge notwendig waren, konnte die Standortzusammenführung nun abgeschlossen werden. „Möglich war das vor allem durch die tatkräftige Unterstützung und Mitarbeit aller Beteiligten. Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeitenden im Kreiskirchenamt, im Kirchenkreis, in der Diakonie sowie in der Kirchengemeinde Recklinghausen-Altstadt“, so Conny Hölig.

Bei einer gemeinsamen Hausandacht begrüßte Superintendentin Katrin Göckenjan die neuen Kolleginnen und Kollegen und betonte, dass sich die neue große Dienstgemeinschaft im Alltag bewähren muss. In dieser Dienstgemeinschaft solle ein besonderer Geist spürbar sein, der sich von anderen Wirtschaftsunternehmen unterscheide. „Bis zum heutigen Tag habe ich schon sehr viel Gemeinsinn, Mitdenken, Neugier und Zusammenarbeit erlebt“, machte Göckenjan deutlich.

Das Kreiskirchenamt ist unter der gemeinsamen Adresse

Limperstr. 15, 45657 Recklinghausen

mit allen Verwaltungsbereichen zu erreichen.

Auf den Internetseiten der beiden Kirchenkreise sind alle erforderlichen Kontaktdaten und Zuständigkeiten der Mitarbeitenden des Kreiskirchenamtes zu entnehmen. „Soweit sich in den nächsten Monaten Änderungen hinsichtlich der Zuständigkeiten von Mitarbeitenden ergeben, werden wir dort zeitnah die Änderungen vornehmen“, erläuterten Conny Hölig und ihr Stellvertreter Jürgen Bahl.

Text: Höl/uka Foto: uka

„Du bist ein Gott, der mich sieht“ – ökumenischer Gottesdienst zum 50jährigen Bestehen der Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl-Sinsen

KIRCHENKREIS „Du bist ein Gott, der mich sieht!“ – mit dem Bibelvers aus der Hagar-Ismael-Geschichte in Genesis 16 als Leitmotiv eröffnete ein großer ökumenischer Gottesdienst die Feierlichkeiten zum 50jährigen Bestehen der Haardklinik am vergangenen Sonntag. Seit 50 Jahren haben Mitarbeitende der Klinik ein Augenmerk auf Kinder und Jugendliche, deren Leben aus den unterschiedlichsten Gründen nicht rund läuft und versuchen ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.
„Du bist ein Gott, der mich sieht“ – ökumenischer Gottesdienst zum 50jährigen Bestehen der Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl-Sinsen

Ökumenischer Gottesdienst zum 50-jährigen Bestehen der Haardklinik mit Pfarrerin Heide Gerland

Ebenso lange sind auf dem Gelände Menschen mit  Behinderung im Blick. Sie wohnen im Wohnverbund Marl-Sinsen.
Von Anbeginn an haben sich die evangelische und katholische Kirche in der Haardklinik engagiert: es gibt wöchentlich ökumenische Gottesdienste und ein reges „Gemeindeleben“. Darüber hinaus hat der Kirchenkreis Recklinghausen seit vielen Jahren in großer Kontinuität Pfarrerinnen mit seelsorglichen Aufgaben in die Klinik entsandt.
Gott hat ein Auge auf uns Menschen. Gerade auch an diesem Ort! Unterstützt von einem großen Team von Mitarbeitenden entfaltete Pfarrerin Heide Gerland die Botschaft von Genesis 16.
„Ganz“ gesehen zu werden ist eine große Sehnsucht von uns Menschen. Angeschaut werden, wahrgenommen werden in all unseren Facetten.
Welcher Blick ist es, der gut tut? Unter welchem Blick passiert Heilung? So verschieden wie wir sind, kann auch die Antwort auf die Frage nicht eindimensional sein.
14 Menschen aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen der Klinik, ausgestattet mit je einer für ihren „Berufsstand“ typischen, überdimensionalen Brille, brachten ihre Perspektive auf die ihnen anvertrauten Menschen ein. Am Ende entstand eine schillernde Figur.
„Die vielen Perspektiven, die hier möglich sind – das macht den Reichtum dieser Klinik aus,“ so Pfarrerin Gerland. Ihr Fazit: „So wie wir sind, können wir vor Gottes Angesicht treten. Als ganze Menschen. Mit unseren wundervollen Seiten. Und mit unseren Schattenseiten. Sie machen uns aus, sie dürfen sein.“
Kreativität und Spontanität prägten den Gottesdienst. Das Blasorchester Lavesum unter Tristan Iser spielte schwungvoll auf. Kurzfristig hatten Jugendliche des Blasorchesters eine Band gebildet und stützten zusammen mit der Musiktherapeutin Katrin Oenning als Vorsängerin den Gemeindegesang.
Die katholische Seite war mit der Pastoralreferentin Ursula Saalmann und Pastor Ulrich Müller gleich doppelt vertreten. Bei den Fürbitten beteiligten sich die die Schülerin Maria Hovenjürgen, Pflegdirektorin Gabriele Hermans-Wehland, der stellvertretende ärztliche Direktor Michele Cagnoli und die Oberärztin Steffi Zschörper-Arens. Die Gesamtkonzeption lag bei der Sozialpädagogin Sara Krüger und Pfarrerin Gerland.

Text: hg/Bild: Uwe Hilterhaus

Ambulanter Hospizdienst gegründet - Zertifikat für ehrenamtlich Mitarbeitende und Vortrag von Franz Müntefering

OER-ERKENSCHWICK „Wie kann ein Mensch bis zuletzt in Würde leben?“ Die Frage von Katrin Göckenjan, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen, ist eine Frage, die nach erlebbarer Antwort sucht. Eine alltagspraktische Antwort mit Bedeutung für das Gemeinwesen und die Menschen haben der Evangelische Kirchenkreis Recklinghausen und die Diakonie im Kirchenkreis mit der Gründung des Ambulanten Hospizdienstes am 02.07.2016 in Oer-Erkenschwick gegeben.
Ambulanter Hospizdienst gegründet - Zertifikat für ehrenamtlich Mitarbeitende und Vortrag von Franz Müntefering

Franz Müntefering in Oer-Erkenschwick

Franz Müntefering, ehemaliger Minister und Vizekanzler, war der Redner bei der Gründungsveranstaltung. Sein Thema: Würdevolle Begleitung am Lebensende. „Es soll bis zuletzt Leben sein“, so Franz Müntefering. „Dass Sterben hat sich nicht verändert. Es ist heute genauso vom Schmerz begleitet wie früher. Die Rahmenbedingungen haben sich verändert.“ Dort, wo früher die Nachbarschaft den Sterbenden und auch den Angehörigen zur Seite stand, ist heute vielfach niemand mehr zu finden. „Darum ist es so wichtig, dass es stationäre und ambulante Hospizarbeit gibt“, so Müntefering. „Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen. Es ist gut, wenn Sie nachts um zwei jemanden anrufen können und Hilfe erhalten.“ Und zu den ehrenamtlichen Hospiz Mitarbeitenden gewandt: „Ich bringe Ihnen und Ihrer Arbeit großen Respekt und Dankbarkeit entgegen. Unsere Gesellschaft braucht Sie.“ 
Zuvor waren 23 ehrenamtlich tätige Hospizbegleiterinnen/ Hospizbegleiter in einem Festgottesdienst in ihren Dienst gesandt worden. Sie haben eine umfangreiche Ausbildung über ein Jahr absolviert. „Die Ausbildung ist notwendig, wenn Menschen sich auf die verantwortungsvolle Aufgabe der Begleitung von sterbenden Menschen einlassen“, sagt Pfarrer Ulrich Radke, kreiskirchlicher Hospizkoordinator. „Alle haben die anspruchsvolle Ausbildung absolviert und sind bereit, Menschen auf dem letzten Abschnitt ihres Lebens zu begleiten.“
 
Dass der Ambulante Hospizdienst Bedeutung über die kirchlichen Grenzen hinaus hat, war an der Zusammensetzung der Gesprächsrunde zu erkennen, die sich an den Vortrag von Franz Müntefering anschloss. Moderator Dr. Dietmar Kehlbreier, Diakoniepfarrer und Diakonie Vorstand, konnte Landrat Cay Süberkrüb, die stellvertretende Bürgermeisterin Silke Krieg, Superintendentin Katrin Göckenjan, Michael Börth als ehrenamtlich Mitarbeitender im Hospizdienst und die beiden Schirmherren Wichart von Roëll und seine Frau Anne Althoff-von Roëll in der Runde begrüßen. Sie alle machten deutlich, wie sehr ein solcher Dienst gebraucht wird. „Sterben ist ein Teil des Lebens. Wir wollen, dass Menschen in der letzten Phase ihres Lebens nicht alleine sind und dass auch ihre Angehörigen Begleitung erfahren. Wenn sie es wünschen und den Hospizdienst in Anspruch nehmen.“
 
„Vielen Dank jetzt schon an die beiden so sehr engagierten Schirmherren des Ambulanten Hospizdienstes.“ Superintendentin Katrin Göckenjan bringt die Erfahrung der letzten Wochen schon einmal deutlich zum Ausdruck. Wichart von Roëll, Schauspieler, Grimme Preisträger und vielen bekannt aus der TV Sendung „Klimbim“ und seine Frau, Anne Althoff-von Roëll, ehemalige Pressesprecherin der Ruhrfestspiele, sind unermüdlich unterwegs, um für den Ambulanten Hospizdienst zu werben. Dank der freundlichen Unterstützung der RWE setzt die Schirmherrschaft dem Ambulanten Hospizdienst zu seiner Gründung am 2. Juli 2016 ein sichtbares Zeichen. Das Kunstobjekt „Hand mit Licht“ des Oer-Erkenschwicker Lichtkünstlers Walter Dückino bringt dem Dienst das Licht nach Innen und Außen. Es findet seinen ständigen Platz im Foyer des Matthias-Claudius-Zentrums Oer-Erkenschwick, der offiziellen Adresse des Hospizdienstes.
 
Der Ambulante Hospizdienst bietet ab sofort psychosoziale und spirituelle Begleitung im ambulanten Bereich, d.h. im häuslichen Umfeld für schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige an. Hospizkoordinator Pfarrer Ulrich Radke: „Bei uns steht der sterbende Mensch im Vordergrund. Wir respektieren seine Wünsche und begleiten, wie er es möchte. Wir bringen Zeit mit, hören zu und gehen einfühlsam auf die jeweilige Situation ein.“
Kontakt: Hospizbüro, Matthias-Claudius-Zentrum, Halluinstraße 26, Oer-Erkenschwick, Telefon 02368 / 694-196.
 
Weitere Informationen
Der neugegründete Hospizdienst befindet sich in Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen in Zusammenarbeit mit  dem Diakonischen Werke im Kreis Recklinghausen e. V. in enger Zusammenarbeit mit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde in Oer-Erkenschwick. Der Hospizdienst kooperiert eng mit weiteren Leistungsanbietern aus den Bereichen der ambulanten und stationären Altenhilfe und Pflegediensten in der Stadt.
Dies geschieht auf Grundlage des gemeinsamen christlichen Menschenbildes, um in Zukunft im Rahmen einer vernetzten Versorgungsstruktur Sterbende unterstützend zu begleiten.
 
Ausbildung der ehrenamtlich Tätigen
 
Für ihre Arbeit wurden 23 Personen im Alter von 20 – 72 Jahren in einem Fortbildungskurs für Ehrenamtliche unter der Leitung des Hospizkoordinators Pfarrer Ulrich Radke und seiner Stellvertreterin, Pfarrerin Ilona Klaus, fast ein Jahr geschult.
Die Ausbildung umfasste 26 Einzelmodule, um die Kursteilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihre verantwortungsvolle zukünftige Arbeit vorzubereiten. Inhalte dieser umfangreichen Schulung waren u.a. Formen und Inhalt der Hospizarbeit, das Verständnis von Sterben und Tod aus biologischer, medizinischer und aus religiöser Sicht, Zugänge und Motivation ehrenamtlicher Tätigkeit, Krankheitsbilder und deren Symptome, sowie rechtliche und ethische Dimensionen der Hospizarbeit. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter kommen aus den verschiedensten Lebensbereichen, Altersgruppen und Berufen. Sie haben sich intensiv mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer befasst. Offenheit, Ehrlichkeit und die Bereitschaft, sich auf die Situation des Sterbenden einzulassen und ein Stück des Weges mit ihm zu gehen, sind wichtige Voraussetzungen für die Begleitung. Diese Tätigkeit unterliegt der Schweigepflicht und ist kostenfrei.
 
 
 

Studienfahrt: Jordanien - Heiliges Land jenseits des Jordans vom 13. - 21. Oktober 2016

KIRCHENKREIS Zu einer Studien- & Begegnungsreise nach Jordanien lädt der Evangelische Kirchenkreis Recklinghausen seitens des Ökumenereferates ein. Es erwartet Sie eine individuelle Gruppenreise mit persönlicher Liebe zum Detail:
Studienfahrt: Jordanien - Heiliges Land jenseits des Jordans vom 13. - 21. Oktober 2016

Studien- und Begegnungsreise nach Jordanien im Oktober 2016

Kurzinfos zur Reise mit Tour mit Schanz Reisebüro GmbH

  • Reisebegleitung: Detlef Pflaumbaum, 45657 Recklinghausen
  • inkl. Flug mit Royal Jordanian ab/bis Frankfurt
  • Unterkunft in schönen 3*-Hotels, 4*-Hotels und in einem Wüstencamp
  • Koste: ab 1.620 €
  • Download des Reiseprospekts

Begegnungen auf der Reise

Tag Begegnung
2 Besuch in der deutschen Gemeinde in Amman
3 Besichtigung einer Zitrusplantage im Jordantal
4 Treffen mit einem deutsch-jordanischen Ehepaar
7 Jeeptour oder Wanderung mit Beduinen & typisch beduinisches Abendessen im Wüstencamp
 

Programmübersicht

Tag Datum Hotel Programmpunkte
1 Do., 13. Okt Amman Linienflug mit Royal Jordanian von Frankfurt nach Amman (15:05 – 20:25 Uhr)
2 Fr., 14. Okt Amman Erkundungstour in der uralten Landeshauptstadt Amman & Besuch der faszinierenden Wüstenschlösser
3 Sa., 15. Okt Amman Fahrt zum antiken Umm-Qais, Besuch in Pella & schwereloses Bad im Salzwasser des Toten Meeres
4 So., 16. Okt Amman Die römisch-hellenistischen Stadtanlagen von Jerash & die arabische Burg Qalat al Rabad stehen heute auf dem Programm
5 Mo., 17. Okt Petra Von Madaba zum Berg Nebo, weiter durch das Wadi Mujib, vorbei an Karak mit seiner Kreuzfahrerburg bis nach Petra
6 Di., 18. Okt Petra Wir entdecken heute die rosarote Stadt der Nabatäer: Petra
7 Mi., 19. Okt Wüstencamp Mit Beduinen durch die Naturresorts des Wadi Rum
8 Do., 20. Okt Aqaba Freizeit in Aqaba, der schönen Stadt am Roten Meer
9 Fr., 21. Okt   Rückflug mit Royal Jordanian von Aqaba über Amman nach Frankfurt (08:10 – 09:00 Uhr / 10:20 – 14:05 Uhr)
 

Hotels

Nächte Hotel Webseite
4 Hotel Amman International****, Amman Webseite öffnen
2 Amra Palace Hotel***, Petra Webseite öffnen
1 Jabal Rum Camp, Wadi Rum -
1 Raed Hotel***, Aqaba -
 

Unsere Leistungen

  • Hinflug von Frankfurt nach Amman und zurück von Aqaba über Amman nach Frankfurt inkl. sämtl. Zuschläge, Steuern und Gebühren
  • 9-tägige Reise gemäß Programm
  • 8 Übernachtungen im DZ mit Bad/Dusche/WC in den genannten Hotels
  • Verpflegung auf Basis Halbpension (Frühstück & Abendessen im Hotel)
  • begleiteter Gruppentransfer bei Ankunft und Abflug am Flughafen in Jordanien
  • lizenzierter und deutsch-sprechender Reiseleiter
  • klimatisierter Reisebus zum Programm
  • alle Eintrittsgelder zum Programm
  • kurzer Pferderitt in Petra
  • Jeep-Tour in Wadi Rum
  • Gruppenvisum bei Einreise nach Jordanien
  • Honorare für Vorträge und Begegnungen
  • ausführliche Reiseinformationen
  • Insolvenzversicherung

 

Gottesdienst zum 50-jährigen Bestehen der Haardklinik

KIRCHENKREIS Am Sonntag, den 3. Juli feiert die Haardklinik ihr 50jähriges Bestehen. Aus diesem Grund wird der Tag mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnen. Seit Anbeginn engagieren sich evangelische und katholische Kirche mit Seelsorge und Gottesdiensten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. "Gerade an diesem besonderen Ort halten wir daran fest, dass jeder Mensch ein unendlich wertvolles Geschöpf Gottes ist", schreiben Pfarrerin Heide Gerland und Pfarrer Ulrich Müller in ihrer Ankündigung.
Gottesdienst zum 50-jährigen Bestehen der Haardklinik

Kapelle der Haardklinik

Der Gottesdienst auf der Festwiese beginnt um 11.00 Uhr. Für musikalische Unterstützung sorgt das Blasorchester Lavesum. Nach dem Gottesdienst erwartet Sie ein buntes Programm mit vielen Angeboten für Kinder und Jugendliche (Einzelheiten in der Tagespresse). Schauen Sie vorbei am 3. Juli um 11.00 Uhr!

Anreiseskizze